Den Hunger auch in Prüm stillen
Bedürftige Menschen in Prüm sollen über das Hilfsprojekt "Tafel" mit Lebensmitteln versorgt werden. In Bitburg existiert dieses Angebot bereits. In Prüm wurden erste Gespräche geführt.
Prüm. In Bitburg gibt es seit Anfang Dezember 2006 die Bitburger Tafel. Dort erhalten Bedürftige für einen symbolischen Betrag Lebensmittel. In Bitburg werde die "Tafel" sehr gut angenommen, weiß Pat Schumacher, Bereichsleiterin Soziale Aufgaben beim Caritas-Kreisverband. Da es nicht nur in Bitburg bedürftige Menschen gibt, sondern auch in Prüm und Umgebung, wünscht sich der Bitburger Förderkreisvorsitzende Joachim Streit eine zweite Ausgabestelle in Prüm. "Für eine Prümer Tafel benötigt man rund 40 bis 60 Ehrenamtliche. Eine Prümer Tafel würde für uns Entlastung bedeuten, da wir auch Kunden von dort haben, die oft nur beschwerlich anreisen können." Über einen möglichen Standort hat Streit bereits mit DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Rieder gesprochen. Das DRK sei sehr daran interessiert, auch in Prüm eng mit der Tafel zusammenzuarbeiten, signalisierte er. Am derzeitigen Standort der Kleiderkammer im ehemaligen Landratsamt in Prüm sei nicht genug Platz, um dort auch noch eine Tafel einzurichten. Man wäre deshalb grundsätzlich dazu bereit, mit der Kleiderkammer umzuziehen, um eine ähnliche Konstellation wie in Bitburg hinzubekommen, sagte Rieder.Großartiges Projekt mit Vorbildfunktion
In Bitburg ist die Caritas Trägerin der Tafel. Mit unter einem Dach in der Schakengasse befindet sich die Kleiderkammer des DRK. "Das gemeinsame Projekt unser zwei großen Wohlfahrtsverbände ist einfach großartig und ein tolles Vorbild für Prüm", sagt Pat Schumacher, die auch im Vorstand der Tafel in Bitburg tätig ist. Mit Interesse hat sich Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy das Projekt in Bitburg angesehen. Ein Gespräch mit Streit, Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen und der Firma Heiko hat sie bereits geführt. Demnächst möchte sie die Idee im Landfrauenverband vorstellen, denn es gilt, viele ehrenamtliche Helfer zu finden. In Bitburg unterstützen 239 (Stand November 2006) Mitglieder des Fördervereins das Bitburger Hilfsprojekt. Hintergrund Das Tafelkonzept: "Jeder gibt, was er kann." Nach diesem Leitspruch engagieren sich Bäckereien, Supermärkte, Angestellte, Arbeiter und viele mehr. Der eine spendet Lebensmittel, der andere Geld oder Zeit. Rund 25 000 Menschen in Deutschland engagieren sich als ehrenamtliche Tafelhelfer. Die gesammelten Lebensmittel werden an bedürftige Menschen weitergereicht. Das Ziel der Tafeln ist, qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige zu verteilen. (Quelle: Bundesverband Deutsche Tafeln)