Den Machern eine Chance

Auto- und Landmaschinenhandel hatten in den Anfängen des Beda-Marktes Priorität. Die Handwerker wurden erst einige Jahre später mit ins Boot genommen. Und das auf Initiative von Rudolf Leisen aus Wißmannsdorf.

Bitburg. Wenn am Wochenende der Beda-Markt eröffnet wird, sind wie selbstverständlich auch die Handwerker mit dabei. Doch das war nicht immer so. Wie es dazu kam, weiß Rudolf Leisen aus Wißmannsdorf genau. Denn er hatte die Idee, in der damals neu errichteten Schalterhalle der Volksbank in Bitburg einen Handwerkermarkt zu organisieren.

Leisen war zu dieser Zeit der zuständige Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. "Es war mein Bestreben, die schöne und große Schalterhalle in den seit wenigen Jahren bestehenden Beda-Markt einzubringen", sagt er. Also sprach er mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westeifel, Lothar Hüweler und den Innungsobermeistern. Sie waren begeistert, nicht jedoch der Gewerbeverein, dessen Kassenwart Rudolf Leisen war. "Es gab eine ablehnende Haltung mit dem Hinweis, dass der Beda-Markt ausschließlich dem Auto- und Landmaschinenhandel vorbehalten sei", sagt Leisen.

Dennoch: Der Plan wurde in die Tat umgesetzt. Freitags vor dem Beda-Markt schloss man die Bank um 16 Uhr, und die Arbeiten begannen. Mit einigen Männern rückte die Zimmereifirma Toss an und begann mit den Aufbauarbeiten der Stände bis spät in die Nacht. Die Ausstellung wurde feierlich eröffnet. "Die Besucher-Resonanz war samstags und vor allem sonntags überwältigend", schwärmt Leisen.

Das war 1985. Und da die Schalterhalle in den Folgejahren zu klein war, errichtete man ab ungefähr 1990 gleich neben der Volksbank ein großes Zelt. "Die Nachfrage nach Stellplätzen wuchs ständig an, und so musste schließlich ein weiteres Zelt aufgestellt werden und ein Bewirtungszelt", erzählt Leisen.

Die landwirtschaftlichen Selbstvermarkter gesellten sich später in einem eigenen Zelt dazu. Seither ist dieser Teil der Aussteller als fester Bestandteil im Handwerkerzelt integriert. Auch heute noch auf dem Platz am Alten Gymnasium, auf dem sich der Beda-Markt am Wochenende präsentiert.