Denis Scheck: "Nach Austen ist nichts so wie vor Austen"

Denis Scheck: "Nach Austen ist nichts so wie vor Austen"

Wittlich (sos) Es ist eine andere Welt, in die Jane Austens (1775 - 1817) Roman "Vernunft und Gefühl" führt und sie ist Weltliteratur geworden. Die Erlebnisse der Schwestern Dashwood, englischer Landadel, geprägt von Konventionen, teils gezierten Kommunikationsritualen und ausgestellter, dennoch unterkühlt wirkender Empfindungen, die man heute als seltsam und kompliziert bestaunen kann.

Denis Scheck tut das nicht. Er tut mehr. Er begeistert sich für den 1811 erstmals erschienenen Roman der englischen Autorin, der aus Anlass ihres 200. Todestages in neuer Übersetzung vom Manesse Verlag neu aufgelegt wurde. Dazu hat Denis Scheck ein Nachwort geschrieben. Und der Literaturkritiker (etwa als Moderator des ARD-Magazins Druckfrisch) kommt zur Buchvorstellung und Lesung von "Vernunft und Gefühl" am Montag, 4. September, um 19.30 Uhr in die Synagoge in Wittlich.
Dann ist seine Begeisterung für das Werk (er schreibt "Nach Austen ist nichts so wie vor Austen") erlebbar. Er stellt die Autorin auf eine Stufe mit Franz Kafka und argumentiert dazu, "dass ihre Sätze uns in unserem Wesen und unserer Wahrnehmung zu verändern imstande sind". Dass man das durchaus auch anders sehen kann, belegt Denis Scheck übrigens selbst mit einem Zitat Mark Twains: "Jedes Mal wenn ich (…) lese, möchte ich sie ausbuddeln und ihr mit ihrem eigenen Schienbein eins über den Schädel hauen."
Karten im Vorverkauf zu 16 Euro: Altstadt Buchhandlung, Burgstraße 36, Wittlich, Telefon 06571/96023.

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