Denkmäler schützen

Teile der Bitburger Innenstadt sollen als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen werden. Aus diesem Grund trafen sich Interessierte zu einer Info-Veranstaltung im Rathaus der Stadt Bitburg.

Bitburg. Auf fast leere Sitzreihen schauten der Kreisdenkmalpfleger der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, Michael Berens, Karl-Josef Gilles vom Rheinischen Landesmuseum in Trier und Joachim Streit, Bürgermeister der Stadt Bitburg. Sie waren gekommen, um Grundstückseigentümer und Bewohner darüber zu informieren, was in dem Grabungsschutzgebiet innerhalb der ehemaligen römischen Kastellmauer in Bitburg zu beachten ist.Gilles hob vor allem die geschichtliche Bedeutung der Stadt Bitburg zwischen Trier und Köln hervor. Die Zeugnisse der vergangenen Zeit wollen die Archäologen des Landesmuseums schützen und erhalten. Oberkustos Gilles hofft dabei auf die Mitarbeit der Bitburger, "denen viel an ihrer Heimatstadt liegt".Bauvorhaben frühzeitig ankündigen

Wie ein verantwortungsvoller Umgang mit historischem Gemäuer aussehen könnte, veranschaulichte Joachim Streit. Ist der Bauantrag gestellt, sollte sich der Bauherr mit der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm und dem Landesmuseum kurzschließen, erklärt der Bürgermeister der Stadt Bitburg. Wenn das Landesmuseum frühzeitig Kenntnis über Erdarbeiten erhalte, könnten Archäologen problemlos ihre Untersuchungen durchführen. Ein falsches Bild hätten die Grundstückseigentümer von der Arbeit der Archäologen, wenn sie befürchten, dass die Fachleute über Monate die Baustelle still legen, erklärt Karl-Josef Gilles. Ein Baustopp könnte dann eingeleitet werden, wenn der Bauherr die Archäologen nicht rechtzeitig informiert. "Es geht nicht darum", betont Gilles, "den Grundstückseigentümer in irgendeiner Weise zu ärgern". Vielmehr wollen sich die Fachleute des Landesmuseums ein genaues Bild über das geplante Bauvorhaben machen, um so gegebenenfalls archäologische Denkmäler dokumentieren und schützen zu können.