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Der achte Ordner kommt aus Gransdorf

Der achte Ordner kommt aus Gransdorf

Um angesichts des demografischen Wandels Entwicklungsstrategien für die Zukunft zu entwickeln, hat der Eifelkreis die Initiative "Zukunfts-Check Dorf" ins Leben gerufen. Zu den Teilnehmergemeinden gehört auch Gransdorf, wo nun die Ergebnisse der Analyse vorgestellt wurden.

Gransdorf. Sieben Ordner hat Landrat Joachim Streit bereits in Empfang genommen. An diesem Abend folgt der achte und letzte. Es ist der Ordner der Gemeinde Gransorf, den Ortsbürgermeister Friedebert Spoden überreicht. Ein Ordner für Joachim Streit und einer mit demselben Inhalt für Rainer Wirtz, Bürgermeister der VG Kyllburg. In ihnen steht das Wesentliche über Gransdorf: wo der Ort derzeit steht und was zu tun ist, damit er zukunftsfähig bleibt. Acht Gemeinden aus dem Kreis nehmen an dem Modellprojekt "Zukunfts-Check Dorf" teil. Gransdorf ist eine davon.
Wirft man einen Blick auf die Alterstruktur der Gemeinde - und das haben die Gransdorfer bei ihrer Analyse getan - so zeigt sich, dass der Ort im landesweiten Vergleich normal abschneidet. 20 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 20 Jahre, 23 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre, der Rest liegt dazwischen. Zu diesem Rest gehören auch Ortsbürgermeister Spoden und Ratsmitglied Theresia Schumacher, die im gut besuchten Bürgerhaus die Ergebnisse des Dorfchecks präsentieren. 2010 gab es bereits im Zuge der Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzepts eine ähnliche Bestandsaufnahme. Bei der neuen Analyse des Dorfes hat sich gezeigt, dass die Einwohnerzahl seitdem zwar von 328 auf 312 gesunken ist, die Zahl der Leerstände (acht) aber immerhin unverändert blieb und die Zahl der Baulücken im Ort sogar von 18 auf 15 zurückgegangen ist.
Die Stärken von Gransdorf sehen die Bürger in der Verkehrsanbindung an die A 60, in der durch fahrende Geschäfte gewährleisteten Grundversorgung, dem guten Gastronomie- und Fremdenverkehrsangebot sowie der lebhaften Dorf- und Vereinsgemeinschaft mit all ihren Veranstaltungen.
Gleichzeitig aber hat die Dorfanalyse auch Schwächen offenbart. Neben der mangelnden Breitbandversorgung, die bald verbessert werden soll, und der schlechten Finanzausstattung sind das die "unzureichende Mobilität von Jung und Alt" und die Außenraumgestaltung. Aus diesem Grund hat die Gemeinde eine Prioritätenliste mit Handlungsfeldern erstellt, auf der das Dorf vor allem der Innenentwicklung Rechnung tragen will. uhe
Extra

Zukunfts-Check Dorf: Acht Gemeinden, verteilt auf die sieben Verbandsgemeinden des Kreises Bitburg-Prüm sowie die Stadt Bitburg, nehmen an der kreisweiten Initiative teil. Am Dienstag endet das landesweit einmalige Pilotprojekt mit der Gesamtpräsentation in der Bitburger Stadthalle, zu der die Ortsbürgermeister aller 235 Gemeinden eingeladen sind. Sie sollen die gewonnenen Erkenntnisse in ihre Orte tragen, um daraus eigene Analysen und Strategien zu entwickeln. uhe