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Der Auftrag, Stadt zu sein

Der Auftrag, Stadt zu sein

Zum Artikel "Stadtrechte für alle" (TV 24. Juli) meint dieser Leser:

Mir gefällt der Begriff "nominelle Urbanität", wonach gelebte/erlebbare und gehobene Strukturen nicht vorzufinden sind. Das von Ihnen zweimal erwähnte Neuerburg hat ein deutliches Fundament mit Burg, Lehnshaus, Burgfried, Stadtmauerresten und Türmen, Kirche, Beilsturm, mit Tradition und Kompetenz, mit literarischem Fundus und Archivunterlagen mit Eckpunkten in vielen Jahrhunderten. Ihr Kommentar ist geeignet, auch einmal im Enzstädtchen ernster - und noch mit mehr Stolz - zu reflektieren und zu neuer Einstellung zu finden. Stadt sein bedeutet auch, einen Dauerauftrag zu schultern, nämlich Gesicht und Gewicht zu stärken. Wir sind just dabei, mit der Stadtgarde, deren sympathische Statuten zurückreichen auf 1424, ein Jubiläum zu feiern. Die Luxemburger rufen den Neuerburgern zu: "Daat ass immens flott, set rohig en bess`chen huffrig!"

Übrigens, die Neuerburger selbst sagen: Ich gehe in den "Ort". Die Auswärtigen formulieren: Ich fahre noch kurz in die "Stadt". Herr Ross, bieten Sie doch bitte den aufgelisteten Orten auch eine Alternative an zum Beispiel "Bad" oder am Namensende das in Rheinland-Pfalz begehrte "-plus". Egal, was die Namen "künden"; wichtig sind Optimismus und Zukunftsperspektive für die Bürger.

Albert Borrelbach, Koxhausen

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