Der Ausbau der Strecke zwischen Bitburg und der A60 ist in Planung

Kostenpflichtiger Inhalt: Archiv Oktober 2019 : Auf der B51 soll man in Zukunft auch bei Bitburg überholen dürfen

Die Bundesstraße 51: Fast auf der gesamten Strecke durch die Eifel hat sie Überholspuren. Nur nicht bei Bitburg und bei Prüm. An einer Stelle wird sich das aber in nicht allzu ferner Zeit ändern.

Der Mensch, der motorisierte vor allem und der motorisierte Eifeler erst recht, ist permanent in Eile. Selbst wenn alles einigermaßen zügig läuft. Irgendwann geht es ihm doch wieder nicht schnell genug.

Beispiel: Die Bundesstraße 51 auf dem Abschnitt zwischen Trier im Süden und Stadtkyll im Norden, wo sie Rheinland-Pfalz verlässt und auf einigen Kilometern sogar ausgebaut ist wie eine Autobahn.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die stark befahrene Straße – im Raum Prüm rund 10 000 Fahrzeuge am Tag, zwischen Bitburg und Trier oft doppelt so viele – immer weiter ausgebaut. Vor allem mit wechselseitigen Überholspuren. Zwischen Meilbrück bei Trier – dort endet die Zuständigkeit des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Gerolstein – und Stadtkyll sind es sechs dieser Spuren, in jeder Richtung.

Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Wesentlicher Grund für diesen Ausbau: Auf der Strecke ereigneten sich immer wieder tödliche Unfälle, viele davon verursacht von Fahrern, die einen der täglich mehreren Tausend Lastwagen überholen wollten.

Die Lastwagen sind inzwischen noch mehr geworden. Allerdings haben der Bund und der LBM mit den Zusatzspuren die Gefahr verringert. Und die Genervtheit vieler Autofahrer auf der Strecke.

Die B 51 zwischen Bitburg und der Anschlussstelle zur A 60. Foto: TV/Lars Ross

Mit zwei Ausnahmen: Es sind die Abschnitte der Straße, die an Bitburg und an Prüm vorbeiführen. Dort darf niemand überholen. Und genau dort kriegen dann doch wieder viele einen Hals, weil sie, in der Umgehung von Bitburg, auf Tempo 70 heruntergebremst werden und anschließend, falls in nördlicher Richtung unterwegs, hinter dem nächsten Schwertransport bis zur A 60 dackeln müssen. Ähnlich ist es bei Prüm, zwischen der A60-Anschlussstelle und dem Abzweig der B 51 bei Brühlborn: Überholen geht nicht. Und ist verboten.

„Wenn wir jemals etwas richtig gemacht haben“, sagt LBM-Chef Harald Enders, „dann war es das absolute Überholverbot zwischen der A 60 und Bitburg.“ Denn nach einem weiteren fatalen Unfall dort habe man beim LBM gesagt: „Jetzt reicht’s.“ Und auch schnell die Kreisverwaltung auf seiner Seite gehabt, die diese Regelung dann beantragt habe. Seitdem fließe dort der Verkehr mit etwa 80 Kilometern pro Stunde. Und seitdem habe es dort nur noch einen tödlichen Unfall gegeben.

Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Es seien, sagt Enders, genau neun Kilometer von der A 60 bis zum Abzweig Flugplatz Bitburg. Und „auf diesen neun Kilometern können Sie nicht überholen.“ Aber er hat eine erfreuliche Nachricht für alle, denen das genau neun Kilometer zu viel sind: „Um Bitburg herum wird sich etwas tun.“

Ausbau der B51 zwischen Bitburg und A60 in Planung

Aha. Was? Und wann? Enders will nicht vorgreifen. Aber, ja, so viel dürfe man dann doch schreiben: Auch zwischen Bitburg und Autobahn werde es in absehbarer Zeit Überholmöglichkeiten geben. „Im ersten Schritt wollen wir da die vorhandene Fahrbahn erneuern,“ sagt er (der TV berichtete), hat aber noch kein konkretes Datum parat. Und dann werde es dort auch, dank Überholmöglichkeiten, zügiger zugehen. Bis dahin aber, das ist der Wermutstropfen, werden noch einige Jahre ins Land gehen.

Und Prüm? „Auch da ist Bedarf“, sagt Harald Enders. Zwar sei „noch nichts in Planung. Aber wir haben schon intern darüber geredet.“ Allerdings sei ein Ausbau rund um die Abteistadt schwieriger, zumal die Straße dort teils über einen noch zu schmalen Damm verlaufe. Dennoch: Man befasse sich damit, bis zu einer konkteten Planung werde es allerdings noch dauern.

Die Erneuerung des vierspurigen Abschnitts bei Stadtkyll, seit mehr als einem Jahr in Arbeit (der TV berichtete), könnte – mit Glück allerdings – noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Und auch die B 257 werde im kommenden Jahr ebenfalls weiter erneuert, sagt Harald Enders. Dann sei der Abschnitt zwischen Alsdorf und Irrel an der Reihe. Und auch der soll weitere Überholspuren erhalten.

Insgesamt also: Hoffnung für die ewig Eiligen. Auch wenn es wohl vielen, auch in diesem Fall, mit der Verwirklichung nicht flott genug gehen dürfte.

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