Der Bitburger Markt ist bombenfrei

Doch keine Sprengkörper : Der Bitburger Markt ist bombenfrei

Bei der Kampfmittelsuche auf dem Bitburger Platz „Am Markt“ sind im März „einige Störeinflüsse im Untergrund“ festgestellt worden. Der Detektor des Kampfmittelräumdienstes schlug mehrfach an, weil sich offenbar Metall im Boden befand.

Diese Anomalien sind inzwischen untersucht worden, wie auf TV-Anfrage von Rathaussprecher Werner Krämer zu erfahren ist. Es handelte sich dabei nicht um Sprengkörper wie Granaten oder Fliegerbomben. „Die Stellen wurden im Beisein des Kampfmittelsachverständigen ausgeschachtet und freigelegt“, sagt Krämer.

Ein Bombenfund in Bitburg wäre nichts Ungewöhnliches. Der Kampfmittelräumdienst hat in den vergangenen Jahren schon manchen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt ausgegraben und entschärft.

Der spektakulärste Sprengstofffund in Bitburg war wohl im Jahr 2000. Damals wurde eine Bombe in der oberen Denkmalstraße gefunden. Weil sie nicht entschärft werden konnte, musste der Kampfmittelräumdienst sie im Bedhard kontrolliert sprengen. Nur ein Jahr später wurde in der Mötscher Straße erneut Sprengstoff entdeckt, 2003 in der Neuerburger Straße, 2007 in der Philipp-Reis-Straße und zuletzt 2013 in der Poststraße bei den Bauarbeiten am Spittel.

Warum gerade in der Bierstadt so viele Funde gemacht werden? An Weihnachten 1944 wurde die Stadt durch Luftangriffe zu fast 85 Prozent zerstört. Aber nicht alles, was abgeworfen wurde, ging auch hoch, sodass in Bitburg wohl noch immer einiges unter dem Asphalt schlummert.

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