Der Duft des Dorfes

Zukunft hat Metterich ganz bestimmt. Aber wird dies von der Bundeskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" auch gewürdigt? Acht Juroren sind gestern zu Gast gewesen, um das Dorf zu bewerten.

Metterich. (bec) "Das ist hier das erste Mal, dass es in einem Dorf auch wirklich so riecht wie im Dorf." Dagmar Nitsch arbeitet auf der Geschäftsstelle der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und bereist in vier Wochen die 34 Dörfer, die sich in ganz Deutschland für die Schlussrunde des 22. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" qualifiziert haben. Dazu gehört auch Metterich. 100 Dorfbewohner sind mit Ortsbürgermeister Rainer Wirtz unterwegs, um sich den acht Juroren von ihrer besten Seite zu zeigen. Und davon gibt es in Metterich einige - wie die Platzierungen bei den Kreis-, Bezirks- und Landesentscheiden des Wettbewerbs beweisen. "Das Engagement ist wirklich super, einige haben sich für heute extra Urlaub genommen", erzählt der Ortsvorsteher. Schließlich gilt es, die acht Juroren zu beeindrucken. Auch durch Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl. Alle sind sie auf den Beinen: vom Kleinkind bis zum Greis. Und alle sind sie stolz auf ihr Metterich, auf den Spielplatz und den Friedhof, auf den alten Ortskern und das Neubaugebiet, auf das Backhaus und die liebevoll gestalteten Häuser, Höfe und Gärten. Wirtschaft, Ökologie und Kultur im Blickpunkt

Die Kommission hat die Aufgabe, das Dorf aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu bewerten: Wie sieht die wirtschaftliche Entwicklung aus? Welche sozialen und kulturellen Aktivitäten gibt es? Wie steht es um die Bau- und Grüngestaltung im Dorf? Die Juroren lassen sich detailliert erklären, was sich im Dorf in den vergangenen Jahren getan hat. Jens Schiller ist einer der Juroren, er bewertet die ökologische Gesamtsituation: Tier- und Pflanzenwelt und den Gemeindewald zum Beispiel. Keine leichte Aufgabe, wie er findet: "Wir haben hier ja nur gut zwei Stunden Zeit. Aber als Landschaftsplaner weiß ich, worauf ich achten muss." Zu einer kleinen Einschätzung lässt er sich nicht hinreißen: "Ich darf nichts sagen."Genau zwei Wochen müssen sich die Mettericher jetzt noch gedulden: Am Donnerstag, 6. September, gibt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz um Punkt 10 Uhr bekannt, welche Dörfer die Nase vorn haben.