Der Eifelpark ist gerettet

Der Eifelpark ist gerettet

Der insolvente Eifelpark Gondorf ist verkauft und soll spätestens Ostern 2014 wieder öffnen. Sowohl die Tiere als auch die Mitarbeiter können bleiben. Neuer Chef wird der Betreiber eines Allgäuer Freizeitparks.

Gondorf. Bis zuletzt war der Verkauf des insolventen Eifelparks Gondorf ein Krimi mit ungewissem Ausgang. Nun scheint es ein Happy End zu geben. Wenn auch nicht für alle. Konnte doch nur einer von zuletzt zwei interessierten Investoren zum Zuge gekommen.
"Nach intensiven Gesprächen, täglichen Telefonkonferenzen, Mails mit Beratern, Erörterungen mit Notar und Dritten, erneuter Ortsbesichtigung in Gondorf und der Absicherung der personellen Besetzung des Eifelparks" habe es geklappt, sagt Insolvenzverwalter Marc d\'Avoine. Der Eifelpark ist verkauft. Die Übergabe ist für den 28. Oktober vorgesehen.
Neuer Eigentümer ist der Unternehmer Joachim Löwenthal mit seiner Familie. Löwenthal betreibt im Allgäu den Skyline Park - einen 19 Hektar großen Freizeitpark mit etwa 50 Attraktionen, bei denen es sich überwiegend um große Fahrgeschäfte handelt: Achterbahnen, "Sky-Wheels", Scooter, Karussells oder Kartbahnen. Auch einen Streichelzoo gibt es dort. Entstanden ist der Skyline Park 1999 auf dem Gelände des Freizeitparks Kirchdorf. Innerhalb weniger Jahre hat er - so ist es auf der Internetseite zu lesen - seine Fläche vervielfacht. Löwenthal selbst war gestern nicht zu erreichen.
"Ich hoffe, dass der Eifelpark Menschen wie mich nie wieder braucht", sagt d\'Avoine und ist zuversichtlich. Löwenthal sei ein "kompetenter Geschäftsführer und erfahrener Branchenkenner mit Fingerspitzengefühl für solche Parks". "Ich bin sicher, dass der Erfolg kommt", sagt d\'Avoine.
Der Eifelpark Gondorf soll spätestens Ostern 2014 wieder öffnen. Die Mitarbeiter werden übernommen. Auch die Tiere bleiben in der Eifel. Laut d\'Avoine will der Käufer den Park über die Wintermonate zunächst instandsetzen. Später seien auch Investitionen in neue Attraktionen geplant. Zum Kaufpreis will sich der Insolvenzverwalter nicht äußern.
Gondorfs Ortsbürgermeister Otmar Kaufmann freut sich. "Das ist nicht nur für unseren Ort gut, sondern für die ganze Region", sagt er. Schwer enttäuscht ist hingegen Unternehmer Uwe Gehrmann (Organisator des Heilbronner und Offenburger Weihnachtszirkus), der die Einrichtung selbst gerne gehabt hätte. Bis ihn Mittwochnacht eine Mail d\'Avoines erreichte, ist Gehrmann davon ausgegangen, dass er am Donnerstag den Kaufvertrag unterzeichnen kann. Selbst ein Mitarbeiterteam habe er bereits zusammengestellt, ein Logo entwickelt und Broschüren gedruckt. "Wir sind sehr traurig und wünschen dem Park und der Eifel alles Gute mit dem neuen Besitzer", sagt er am Ende eines spannenden Verkaufskrimis.Meinung

Tolle Nachricht für die Eifel!
Klasse! Der Eifelpark Gondorf ist verkauft, die Zukunft des traditionsreichen Freizeitparks scheint damit gesichert. Das ist in der Tat eine gute Nachricht für Gondorf und die gesamte Region. Ist der Park doch nicht nur eine Bereicherung des heimischen Freizeitangebots, sondern auch Touristenattraktion und Arbeitgeber. Hoffentlich ist damit auch ein Ende der zahlreichen Streitereien erreicht. Dem neuen Chef: Herzlich willkommen und viel Erfolg beim Neuanfang! k.hammermann@volksfreund.deExtra

Es gibt eine richtig gute Nachricht für Kinder, die gerne wilde, seltene oder gefährliche Tiere sehen: Der Eifelpark Gondorf wird nach der Winterpause wieder öffnen! Da gibt es Bären zu sehen, Wölfe, Luchse, Hirsche und auch Adler. Es war gar nicht so sicher, ob die Tiere in der Eifel bleiben können. Der Park hatte nämlich Geldprobleme. Außerdem gab es dauernd Streit, weil der Mann, dem der Park gehörte, und der Ort Gondorf sich nicht gut verstanden haben. Jetzt wird der Eifelpark verkauft. Wie er in Zukunft genau aussieht, weiß noch niemand. Vielleicht baut der neue Besitzer ja sogar eine Achterbahn? Jedenfalls gehört ihm im Allgäu (das ist eine bergige Gegend in Süddeutschland) ein großer Freizeitpark, in dem es lauter abenteuerliche Achterbahnen, Karussells oder Rutschen gibt. Und einen Streichelzoo - wie in der Eifel. kah

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