Der Ernst des Studentenlebens beginnt wieder

An der Fachhochschule (FH) Trier beginnt das Wintersemester 2010/2011. Der TV beleuchtet die Situation von über 6300 Studierenden und zeigt die Perspektiven der Hochschule auf.

 Erstsemester der Fachhochschule Schneidershof beim geführten Rundgang über den Campus. TV-Foto: Friedemann Vetter

Erstsemester der Fachhochschule Schneidershof beim geführten Rundgang über den Campus. TV-Foto: Friedemann Vetter

Trier. (maw) Studierendenzahl: Über 6300 Studenten (maw) starten an der FH Trier ins neue Semester. Davon entfallen 4000 auf den Standort Trier und über 2300 Studierende auf den Umweltcampus Birkenfeld sowie den Standort Idar-Oberstein.

Allein in Trier beginnen 1200 Erstsemester in diesem Jahr ihr Studium. Die Entwicklung der Studierendenzahl bleibt damit wie in den vergangenen Jahren stabil.

Studiengänge und Betreuung: Besonders gefragt unter den FH-Studenten sind die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Digitale Medien. Zu den neuen Studienangeboten zählen das Sicherheitsingenieurswesen für technische Wartung und Prüfung sowie die Regenerative Energietechnik, die sich mit effizienten und nachhaltigen Energiesystemen beschäftigt.

Das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studenten variiert zwischen den Fachbereichen stark: Im Bereich Wirtschaft kommen auf einen Professor 54 Studenten, während der Bereich Gestaltung ein Verhältnis von 1:31 aufweist. Im Gesamtschnitt ist die Fachhochschule Trier mit einem Betreuungsverhältnis von 1:39 gut aufgestellt.

Raumsituation: Das Thema Nachhaltigkeit wird auch in den Sanierungsplänen der FH großgeschrieben. Momentan laufen am Schneidershof Bauarbeiten an Gebäude D, das mit neuen Fenstern und Dämmstoffen thermisch modernisiert wird. Schüler des Fachbereichs Informatik müssen während der Bauphase temporär in Container-Gebäude auf dem Sportplatz umziehen. In Planung für das kommende Jahr ist außerdem die Installation einer Holzpelletheizung mit dem langfristigen Ziel, die Energieversorgung der Hochschule CO{-2}-neutral zu erreichen.

Bologna-Reform: Mittlerweile ist die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge komplett abgeschlossen. "Wir sind so gesehen keine Fachhochschule mehr, da die Abschlüsse prinzipiell identisch mit denen der Universität sind", sagt FH-Präsident Jörg Wallmeier.

"Trotzdem legen wir großen Wert darauf, dass unsere Abschlüsse tatsächlich berufsqualifizierend sind, was durch den Werdegang unserer Professoren mit ihrer langjährigen beruflichen Praxis möglich ist."

Ein erster Bericht über die Entwicklung der neuen Studienprogramme zeigt gemischte Resultate. Etwa die Hälfte der FH-Absolventen empfindet die Anzahl der Prüfungen als übermäßig groß, eine klare Mehrheit bezeichnet die gestellten Prüfungsanforderungen während des Studiums als zu hoch. Positiv äußerten sich die Befragten vor allem über die Kompetenz der Lehrenden und die technische Ausstattung der Trierer Hochschule.

Zukunftsaussichten: Für das Wintersemester 2011/2012 ist die Einführung der Studiengänge Medizintechnik und Medizininformatik vorgesehen. Zudem will die Fachhochschule Trier ihr Profil für nachhaltige, innovative Forschung schärfen.

So sollen die futuristischen Energiesparfahrzeuge "Protron" und "Aeris" mit ihren Brennstoffzellen und Leichtbau-Karosserien konsequent weiterentwickelt werden und als Vorbild für das Auto der Zukunft dienen.