Der Gewerbe-Ausbau am Flugplatz Bitburg geht weiter

Der Gewerbe-Ausbau am Flugplatz Bitburg geht weiter

Bald beginnen die Straßenarbeiten für die Erschließung des neuen Gewerbegebiets am Bitburger Flugplatz. Der Zweckverband hat den Auftrag der Bitburger Firma Köppen erteilt. Zudem ändert das Gremium den Bebauungsplan so, dass am Tower künftig Musicals aufgeführt und Partys gefeiert werden können.

Der städtebauliche Vertrag ist unterzeichnet, das Geld kann fließen, die Arbeiten können beginnen: Der Zweckverband Flugplatz Bitburg treibt den Ausbau des sogenannten B-Shelters voran.
Inzwischen wurde der Auftrag für die Erschließung der etwa 26 Hektar großen Fläche unweit des Rollfeldes vergeben. Das günstigste Angebot kam laut Zweckverband von der Bitburger Firma Köppen. Die zu erschließende Fläche war bisher für die fliegerische Nutzung reserviert: Dort sollten Cargohallen und Terminal des gescheiterten Bit-Airports entstehen. Nach dem neuen Bebauungsplan können sich dort für 17 Euro pro Quadratmeter Industrie- und Gewerbebetriebe ansiedeln. Bis 2016 sollen insgesamt 5,59 Millionen Euro in Straßen, Grünanlagen, Kanäle und Wasserleitungen fließen. Erste Flächen wurden bereits verkauft. Ab Mai sollen die Arbeiten an einer Straße beginnen, die vom Tower in einem Bogen zur Hans-Bongers-Straße führt. Auch ein ergänzender Bebauungsplan für die Straße "Am Tower" wird vorangetrieben. Der Zweckverband stimmte dem Entwurf nun zu. Neben Gewerbe sieht dieser erstmals auch die Nutzung "Freizeit/Event" vor. Denn der Ernzener Unternehmer Erland Knaf hat dort unweit der Bitburger Start- und Landebahn zwei Flugzeughangars erworben, die er gerne für kulturelle Zwecke nutzen würde: Eine der rund 3000 Quadratmeter großen Hallen soll ein Eventcenter werden, das Platz für Mallorca-Partys, Frühlingsfeste, Indoor-Weihnachtsmärkte oder Automobilausstellungen bietet. Die andere Flugzeuggarage soll - so die Vision - eine Musicalhalle werden. Auch eine auf dem Hangarvorfeld stehende als Restaurant umfunktionierte Boeing 747 taucht in den Zukunftsvisionen auf (der TV berichtete), die von einer Umsetzung allerdings noch recht weit entfernt sind. Vorerst dienen die Hallen weiter als Lager und Flugzeuggaragen. Denn bis der Bebauungsplan alle Hürden genommen hat, dürfte es zumindest Herbst 2014 werden.