Der Glaube ist tief in der Eifel verwurzelt

Der Glaube ist tief in der Eifel verwurzelt

Neben der Springprozession gibt es viele Pilgerfeste in der Region. Sonntag zogen Hunderte Gläubige durch Lambertsberg.

Foto: Frank Auffenberg (aff) ("TV-Upload Auffenberg"

Lambertsberg Die Eifel ist eine Region der Pilgerfeste, allen voran steht die weltbekannte Springprozession von Waxweiler nach Echternach, doch auch in den kleineren Orten pflegt man weiter liebevoll die Prozessionsbräuche. Die Pfarrei Lambertsberg feierte am Wochenende ihre Kirmes zu Ehren des heiligen Lambertus mit einem festlichen Hochamt in der Pfarrkirche und rief danach zur traditionellen Prozession durch den Wallfahrtsort auf.
Hunderte Gläubige zogen anschließend bei der sogenannten Lambertusprozession durch den Ort. Die Gegenüberstellung eines Bildes von 1955 und einer aktuellen Aufnahme zeigt: Die jahrhunderte alte Tradition ist nach wie vor beliebt, wenn auch etwas "legerer" gepflegt als noch in den fünfziger Jahren.
Die hölzerne Büste und die Reliquien des um 705 im belgischen Lüttich gestorbenen Bischofs und Märtyrers wurden von der Freiwilligen Feuerwehr getragen. Eine ältere Reliquie trug Pfarrer Siegfried May aus Schönecken, der auch die heilige Messe zelebrierte. Auf dem Prozessionsweg spielte der Musikverein Plütscheid-Lambertsberg.
Am gestrigen Folgetag feierte Pfarrer Georg Josef Müller aus Waxweiler mit vielen teils eigens angereisten Wallfahrern das Pilgeramt. Die Festpredigt hielt Pfarrer Peter Bollig aus Bettingen. Beide Gottesdienste wurden vom Kirchenchor Lambertsberg-Plütscheid unter der Leitung von Dirigent Jürgen Ehlen und Organist Josef Hahn musikalisch gestaltet.

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