Der Held von Bern und seine Freunde

Der Held von Bern und seine Freunde

Einen fußballerischen Leckerbissen präsentiert die Spielgemeinschaft Lambertsberg/Waxweiler/Plütscheid am Donnerstag, 14. August, um 19 Uhr auf dem Lambertsberger Sportplatz. Zum Benefizspiel trifft eine Ü-40-Auswahl der Verbandsgemeinde Arzfeld auf Fußball-Legenden der Lotto-Elf Rheinland-Pfalz.

Lambertsberg. Horst Eckel ist neben Hans Schäfer und Ottmar Walter einer der drei letzten noch lebenden Spieler der deutschen Weltmeister-Elf 1954, der "Helden von Bern". Initiator der Benefiz-Begegnung in Lambertsberg ist Leo Hagen, langjähriges Vorstandsmitglied des SV Waxweiler und seit mehr als 30 Jahren mit Horst Eckel befreundet. Karl-Heinz Kellen, Geschäftsführer des SV Waxweiler, begrüßte die Teilnehmer des Pressegesprächs. Mit dabei: Patricia Zey und Beate Metzen vom Bitburger Verein "Lichtblick", bei dem der Erlös des Spiels zur Hilfe für schwer kranke Kinder Verwendung finden wird.

"Ein Verein, der wie die Spielgemeinschaft Lambertsberg für den guten Zweck schon im Vorfeld derart Großartiges geleistet hat, verdient unseren Dank", befand Hermann Josef Ganser, Manager der Lotto-Elf. Beeindruckendes berichtete er über die von Trainerlegende Rudi Gutendorf betreuten früheren Weltmeister, Europameister und Bundesliga-Stars um Wolfgang Overath: Als Lotto-Elf sind sie seit ihrer Gründung im Jahr 1999 in 85 Spielen ungeschlagen und haben mehr als 710 000 Euro eingespielt.

Beeindruckend war auch die Liste illustrer Namen, die Ganser als Mannschaftsaufstellung präsentierte und die er wie folgt kommentierte: "Wenn die alle noch so um die 30 Jahre alt wären, hätte Bayern München ein Problem." "Da kommt etwas auf uns zu", murmelte Kellen.

"Wir wollen gewinnen", erklärte Eckel gerade heraus. "Für mich wird es die Faszination Fußball geben, so lange ich mich bewegen kann." Und das lässt hoffen. Denn trotz seiner 76 Jahre ist der Weltmeister noch topfit für 90 Minuten. Er schränkt allerdings ein, dass er in jüngster Zeit nicht mehr "ganz so ärgerlich ist", wenn Trainer Rudi Gutendorf - mit 81 Lenzen der Senior - ihn gegen Ende der zweiten Halbzeit gelegentlich auswechselt. Eckel: "So lange ich kann und mein Knie hält, werde ich mithelfen, kranken und Not leidenden Menschen das Leben zu erleichtern." EXTRA Die Lotto-Elf: Peter Auer, Wolfgang Kleff, Michael Kuntz, Steffen Herzberger, Herbert Zimmermann, Hans-Günter Neues, Horst Eckel, Bernd Hölzenbein, Rudi Andrzej, Wolfgang Seel, Wolfgang Overath, Stefan Kuntz, Jo Augel, Harald Kohr, Sven Demandt, Olaf Marschall, Gerd Zewe. Das Ü-40-Team: Winfried Hermes, Bertram Lenz, Manfred Lenz, Heinz Peters, Herbert Kellen, Manfred Peters, Rolf Faber, Leo Maiers, Lothar Lamberty, Peter Marx, Hermann Bormann, Günter Lichter, Karl-Heinz Kellen, Edgar Schwickerath, Rene Troes, Franz-Josef Antony, Günter Telkes, Richard Thelen, Frank Hack, Ewald Thelen. (ka)