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Der Konkurrent in meinem Bett

Der Konkurrent in meinem Bett

Auf die Zimmer, fertig, los! Drei Eifeler Hotels sind ab Montag, 17. November, auf Vox zu sehen. Sie treten mit einem Hotel aus St. Goar bei der Sendung "Mein himmlisches Hotel" an, bei der sich Hoteliers gegenseitig besuchen und bewerten. Der TV hat mit den drei Eifeler Gastgebern gesprochen.

Bitburg/Daun. Welches Bett ist weicher? Welches Frühstück leckerer? Und welcher Service ist am freundlichsten? Diese Fragen müssen die Inhaber von vier rheinland-pfälzischen Hotelbetrieben vor laufender Kamera beantworten. Mit von der Partie: drei Eifeler sowie ein Kollege aus St. Goar. Sie treten in der Woche vom 17. bis 21. November in der dritten Auflage der Hotel-Dokumentation "Mein himmlisches Hotel" auf Vox gegeneinander an.
Und das nicht nur, um das Preisgeld von 3000 Euro abzustauben. "Wir wollen etwas für Kyllburg und die Eifel tun", sagt Michael Metzger vom Hotel zur Post in Kyllburg, das er gemeinsam mit Christian Hattenrath leitet. "Deshalb sehen wir die Sendung als gute Werbung."
Erst im vergangenen Jahr haben die beiden ihren Hotelbetrieb eröffnet - Neulinge unter alteingesessenen Hasen. Da verwundert es nicht, dass die beiden nervös waren. "Zwei waren 4-Sterne-Häuser. Wir haben ja gar keinen Stern", sagt Christian Hattenrath. Ob sie die Konkurrenten vorher gekannt hätten? "Nein. Einen Tag vorher haben wir eine E-Mail bekommen, zu welcher Adresse wir fahren sollen. Dann haben wir die ins Navi eingegeben und sind los."Gute Eigenwerbung


Eddy Leclaire und seiner Frau Heike vom Landgasthof & Bikertreff "Beim Holzschnitzer" in Dreis-Brück hat dieses Konzept gut gefallen: "Es war zwar auch ein bisschen Risiko dabei, weil man nicht wusste, auf wen man trifft, aber wir müssen uns nicht verstecken." Außerdem sei es eine günstige Werbung, um 1,3 Millionen Zuschauer anzusprechen. Natürlich sei es auch zeitaufwendig gewesen: "Am ersten Tag haben wir 15 Stunden vor der Kamera gestanden." Das Schwierigste seien die Originaltöne gewesen. Die seien immer im Nachgang gedreht worden, aber man habe nicht in der Vergangenheit sprechen dürfen: "Wir mussten immer so reden, als sei das gerade passiert. Versuchen Sie das mal, da drehen Sie fast durch." Ob er überrascht war, dass so unterschiedliche Hotels gegeneinander antraten? Nein. Es gehe um das Preisleistungsverhältnis, sagt er. Deshalb sei es fair. "Bei mir braucht keiner einen Wellnessbereich zu erwarten. Wenn ich aber zu einem Schloss fahre, erwarte ich das schon."
Wie es im Nachhinein war? "Da müssen Sie mich nächste Woche noch mal fragen." Er lacht. "Ich bin ja so ein Facebooker. Da geht's manchmal ganz schön zur Sache." Viereinhalbtausend verfolgten und kommentierten die Sendung mittlerweile auf Facebook, weiß Leclaire. Er ist gespannt, was über ihn geschrieben wird: "Ich habe mich keineswegs verstellt. Dann wäre ich ja nicht ich. Mal sehen, wie das beim Publikum ankommt." Hannes Mairinger und seine Frau Grees vom Sporthotel und Ressort Grafenwald in Daun haben einen Tag vor Drehbeginn nichtsahnend bei ihrem Konkurrenten gegessen: "Da sitz ich beim Eddy und ess meinen strammen Eddy - so heißt der stramme Max bei ihm - und am nächsten Tag kommt er da an." Die beiden kennen sich noch aus Zeiten, als sie beide Hotels in Daun führten.Eine dufte Truppe


Mairinger fand die Fairness schön, mit der die Wettbewerber miteinander umgegangen seien: "Es gibt ja Sendungen, wo die Leute heftig aufeinander einschlagen. Das war bei uns nicht so." Sie seien sehr gute Bekannte geworden: "Wir haben mittlerweile einen sehr regen, nicht nur ,Mein Hotel\'-Austausch\'." Vor zwei Wochen haben sich alle noch einmal getroffen: Gemeinsam haben sie das Preisgeld verprasst. Mairinger lacht. "Wir haben gesagt: "Egal, wer siegt, wir machen einen bunten Abend zusammen." Das Interesse an der Eifel und an seiner Anlage sei jedenfalls schon im Vorfeld deutlich gestiegen, sagt Mairinger. Das belegten die Klicks auf seiner Homepage. "Ich bin sicher, dass es der Region - dem Gesundland Vulkaneifel - und uns helfen wird."
Oder in den Worten von Michael Metzger: "Die Eifel hält zusammen."
Die Aufzeichnung von "Mein himmlisches Hotel" wird vom 17. bis zum 21. November auf Vox ausgestrahlt. Die Sendung läuft um 17 Uhr.
Extra

Das Prinzip der Fernsehsendung ist einfach: Vier Hoteliers aus einer Region in Deutschland kämpfen um Ruhm und Ehre. Innerhalb von vier Tagen präsentiert jeder der Konkurrenz sein Haus. Die Besucher bewerten nach einer Nacht das jeweilige Hotel auf einer Skala von eins bis zehn in den Kategorien Haus, Zimmer, Service und Frühstück. Der Clou an der Sache: Die Gäste legen so viel Geld in einen Umschlag, wie ihnen für den Besuch angemessen erscheint. Die Differenz zwischen diesem Betrag und den tatsächlichen Kosten geht am Ende der Woche zusätzlich in die Bewertung ein. mmpExtra

 Jubel, Trubel, Heiterkeit: Heike und Eddy Leclaire aus Dreis-Brück
Jubel, Trubel, Heiterkeit: Heike und Eddy Leclaire aus Dreis-Brück Foto: Vox/Fandango
 Grees und Hannes Mairinger aus Daun
Grees und Hannes Mairinger aus Daun Foto: Vox/Fandango
 Christian Hattenrath und Michael Metzger aus Kyllburg
Christian Hattenrath und Michael Metzger aus Kyllburg Foto: Vox/Fandango

Die Hotel-Doku "Mein himmlisches Hotel" läuft in der dritten Auflage beim Privatfernsehsender Vox. Um die Sendung vielfältig zu gestalten, würde ein buntes Potpourri verschiedener Hotels ausgewählt, erklärt Niklas Fauteck von Vox Television. Die Teilnehmer werden zehn Tage lang von einem Drehteam begleitet und sogar bis ins Bett gebracht. Im Schnitt sehen sich von Montag bis Freitag 7,0 Prozent der 14- bis 59-Jährigen immer um 17 Uhr den Wettstreit der Hotels an (Stand: 2014). Produziert wird die Sendung von der Firma Fandango.(Quelle: Vox) mmp