1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Der Kreisel hielt nicht lange

Der Kreisel hielt nicht lange

Nur zweieinhalb Jahre hat der Kreisel in Schleiden gehalten. Jetzt waren erste Reparaturen fällig. Die Pflasterfläche im Innenkreisel halte dem Schwerlastverkehr nicht mehr stand, begründete der Landesbetrieb Straßen NRW die Sanierungsarbeiten.

Schleiden. 40 000 Euro kosten die Sanierungsarbeiten, erklärte Manfred Michaelis, Projektleiter Bau im Landesbetrieb. "Im Nachhinein würden wir so etwas nicht mehr machen", so Michaelis.

Die Entscheidung für die Pflasterung sei damals aufgrund optischer Erwägungen gefallen. "Es hat damals einen stadtgestalterischen Entwurf eines Architekten gegeben, der umgesetzt wurde", sagt Michaelis. Man habe solche Kreisel mit der Pflasterung auch an anderen Stellen, wo es keine Probleme gebe. "Nur in Schleiden hält es eben nicht, weil der Kreisverkehr dafür wahrscheinlich etwas zu eng ist", sagt er.

In größeren Kreiseln müssen große Lastwagen nicht zwangsweise über die Ränder fahren, um die Kurven nehmen zu können. In Schleiden dagegen bleibt vielen Schwertransportern schlicht keine andere Wahl.

Trotzdem sei nicht zu erwarten gewesen, dass die Pflasterung der Belastung nicht Stand halten würde, sagt Ferdy Esser, der die Reparaturarbeiten überwacht hat: "Wir haben uns in der Bauphase nach bestem Wissen und Gewissen für die bisherige Pflasterfläche entschieden."

Diese, so Esser, sei insbesondere an den Ausfahrten auf die B 258 in Richtung Monschau und Kall stark beschädigt gewesen. Über diese fahre ein Großteil des Schwerlastverkehrs.

Um den Verkehr nicht zu sehr zu beeinträchtigen und die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, wurde mit dem Abtragen der Pflasterung erst am Nachmittag begonnen, das Auftragen der neuen Bitumenschicht wurde am Abend und größtenteils in der Nacht durchgeführt.

Gussasphalt mit Pflasteroptik



Durch diesen Kraftakt der Bauarbeiter - konnten Auto- und Lastwagenfahrer wenig später bereits wieder ungestört ihre Runden im Schleidener Kreisel drehen. Bis zum späten Abend wurde am Folgetag eine Gussasphaltschicht als Deckschicht aufgebracht, deren spezielle Pflasterprägung sich optisch nicht sehr von der alten Pflasterung unterscheidet. Die noch ausstehenden Arbeiten, im Wesentlichen das Schneiden einer Fuge, sollen im Laufe dieser Woche ausgeführt werden.