Der Kunde bleibt König

Auch im zweiten Bauabschnitt der Prümer Bahnhofstraße (B 410) wollen Planer und Arbeiter dafür sorgen, dass die Kunden alle Geschäfte anfahren können. Am Montag, 21. Juli, werden weitere 130 Meter Fahrbahn abgefräst.

Prüm. Dreieinhalb Monate nach Baubeginn ist der erste Abschnitt der Bahnhofstraße in Prüm fertig. Die Fahrbahn wurde komplett neu aufgebaut, zur Prüm hin ein breiter Gehweg angelegt. Der Startschuss für den zweiten von insgesamt drei Bauabschnitten folgt am Montag. Was bedeutet das für die Verkehrswege?

Das Prinzip Einbahnstraße während der Bauphase bleibt grundsätzlich erhalten. In Richtung Innenstadt ist eine Fahrspur immer offen, so dass der Verkehr problemlos in die Stadt fließen kann. Schon dadurch können alle Märkte und Geschäfte angefahren werden.

Zudem greift ab Montag eine Erleichterung: Die fertige Fahrbahn im ersten Bauabschnitt wird für den Verkehr in beide Richtungen frei gegeben. Wer aus Niederprüm kommend das Einkaufszentrum ansteuert, kann anschließend vom Parkplatz des Plus-Markts aus auf direktem Weg über die neu asphaltierte Bahnhofstraße zurückfahren.

Anfahrt zum Postgebäude bleibt komplett frei



Kniffliger wird die Lage im Bereich zwischen dem Plus-Markt und den anderen Märkten auf dem ehemaligen Bahngelände. Dort gibt es zwei Zufahrten. Beide drohen abgeschnitten zu werden, wenn die Baufirma die Fahrspur in Richtung Innenstadt abfräst. Doch das gilt allenfalls stundenweise, denn die Arbeiter ermöglichen eine Behelfs-Überfahrt. So können die Autofahrer von der intakten linken Fahrspur der Bahnhofstraße auf den großen Parkplatz zwischen den Märkten fahren.

Das Gleiche gilt später andersherum, wenn die linke Fahrspur aufgerissen ist und überbrückt werden muss. So bleiben Bauernscheune, Versicherungsbüro und Restaurant auf der linken Straßenseite weiterhin erreichbar.

Wer aus Richtung Innenstadt zum Einkaufszentrum am Bahnhof will und den Umweg über Niederprüm scheut, kann die dafür neu asphaltierte Verbindung vom Gerberweg bei "Zweirad Rolle" vorbei nutzen. Dieser "Schleichweg" mündet in den großen Parkplatz der Discounter. Von dort ist wiederum eine Überfahrt zur Straßenseite mit der Bauernscheune möglich.

Komplett frei in beiden Richtungen bleibt während des zweiten Bauabschnitts, der zwei Monate dauert, das Postgebäude. Kunden können also vor der Post parken und bei Bedarf über den Platz vor dem alten Bahnhofsgebäude zurück zur Innenstadt fahren. Baufahrzeuge können ungehindert den neuen Lidl-Markt ansteuern, der hinter der Post entsteht.

Am Montag und Dienstag muss eine Teilfläche vor dem Bahnhofsgebäude gesperrt werden, die bisher gerne als Parkplatz genutzt wird. Grund: Die Arbeiter verlegen dort ein spezielles Stromkabel für den Lidl-Markt.

Meinung

Von Marcus Hormes

Praktische Lösung geschaffen

Der längste der drei Bauabschnitte in der Bahnhofstraße ist geschafft. Trotz der Verzögerungen aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse blieb es im Umfeld weitgehend ruhig. Geschäftsleute und Kunden wissen: Sie müssen nicht nur mit den Einschränkungen leben, sie können sogar relativ gut damit leben. Die Einbahn-Regelung hat sich bewährt. Bis zum Plus-Markt ist sogar wieder Gegenverkehr möglich. Auch die Maßnahmen für den schwierigen zweiten Abschnitt sind ganz klar an der Erreichbarkeit der Märkte und Geschäfte ausgerichtet. Die eigens asphaltierte vierte Zufahrt über den Gerberweg zum Bahngelände wird jetzt richtig wichtig. Der Landesbetrieb Mobilität hat dort mit überschaubaren Mitteln eine praktische Übergangslösung geschaffen. m.hormes@volksfreund.de