Der Müll ist noch viel zu billig

Der Müll ist noch viel zu billig

Die Bürger im Kreis kommen bei den Müllgebühren im kommenden Jahr glimpflich weg. Trotz der Subventionierung müssen künftig zwar deutlich höhere Gebühren gezahlt werden. Aber im Vergleich mit vielen anderen Kommunen herrschen an der Bitburg-Prümer Müllfront nahezu paradiesische Zustände.

Was wundert es da, dass das Thema Müllvermeidung eben kein Thema ist. So werden beispielsweise unzählige Tonnen kompostierbarer Abfall derzeit noch gedankenlos in die Restmüll-Tonne geworfen. In anderen Kommunen sind die Bürger da schon weiter. Denn da ist der Müll so teuer, dass es sich lohnt, intelligent Müll zu trennen. Dabei wäre - wie die Subventionierung im Kreis zeigt - genügend Geld da, um Anreize für ein nachhaltiges Müllkonzept zu schaffen. Wer jährlich und ohne mit der Wimper zu zucken mehr als drei Millionen Euro für die Subventionierung locker macht, der könnte genau so gut Edel-Kompostsilos an alle Bürger verschenken. Das würde wiederum tonnenweise Restmüll sparen. Aber derzeit legen die Verantwortlichen lieber Geld in billigeren Marken an, als die ein oder andere abzufahrende Tonne erst gar nicht anfallen zu lassen. h.jansen@volksfreund.de

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