Der Normalfall

Der Eifeler gilt gemeinhin als bodenständig. Daher mag mancher die personellen Veränderungen im Vorstand der Kreissparkasse als rasanten Wechsel ansehen. Zumal zuvor mit Ziwes, Göbel und Kees Urgesteine der Eifeler Geld-Szene über Jahrzehnte das Bild des Kreditinstituts geprägt hatten.

Aber abgesehen von der überraschenden Heimkehr von Norbert Höpp nach Marburg im Jahr 2003 nach nur wenigen Monaten in der Eifel ist daran nichts Außergewöhnliches und schon gar nichts Bedrohliches. Es haben sich dabei einfach zwei Prozesse überschnitten: Zum einen wurde mit Ausscheiden von Ziwes, Göbel und Kees ein altersbedingter Generationenwechsel vollzogen. Zum anderen sind die dreieinhalb Jahre, die Laufs in der Spitzencrew der Sparkasse mitgearbeitet hat, für Führungskräfte im modernen Wirtschaftsleben keine so außergewöhnlich kurze Zeit. Mit dem Wechsel auf eine schon allein von der Größe des Unternehmens her interessantere und möglicherweise auch perspektivreichere Position in Aachen macht Laufs einen für talentierte Führungskräfte nur allzu nachvollziehbaren Schritt. Dies dokumentiert personell, dass die KSK Bitburg-Prüm trotz ihrer Basis in der bodenständigen Eifel Teil des Wirtschaftsgeschehens des 21. Jahrhunderts ist, in dem es längst einen grenzüberschreitenden Wettbewerb um die besten Köpfe vor allem im Führungsbereich gibt. l.ross@volksfreund.de