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Der Römer Marcus hat ausgedient - Sanierung im Butzenbachtal

Der Römer Marcus hat ausgedient - Sanierung im Butzenbachtal

Zwei Rundwanderwege und der Eifelsteig müssen wegen der Sperrung der Butzerbachtals bei Kordel (VG Trier-Land) derzeit anders geführt werden. Der von einem Kordeler Verein Ende der 90er Jahre ausgewiesene Weg hat wohl ausgedient.

Kordel/Newel. Mit den Römern Sesterz und Marcus ist das derzeit so eine Sache. Beide sind Namenspaten für Wanderwege im Wald zwischen Kordel und Newel. Und die sind derzeit unterbrochen und werden auf einem eher langweiligen Waldweg am beliebten Butzerbachtal vorbeigeführt. Und das seit Monaten und aus Sicherheitsgründen (der TV berichtete).
Gerhard Reis aus Kordel ist aufgefallen, dass in nur drei Monaten zwölf Hinweisschilder auf den Marcus-Weg abhandengekommen sind. Insgesamt seien 26 Schilder verschwunden. Der frühere Vorsitzende des Vereins Kylltalwanderer Kordel hat Ende der 90er Jahre an der Ausweisung des archäologisch-naturhistorischen Rundwanderwegs mitgearbeitet, der neben dem Butzerbachtal unter anderem die Pützlöcher, die römische Langmauer bei Newel-Butzweiler oder die Genovevahöhle umfasst. Mehrere Varianten finden sich auf Beschreibungen, die man auch im Internet abrufen kann.
Als Symbol für den Weg haben die Organisatoren die Zeichnung des gut genährten Legionärs Marcus gewählt, der den Wanderern den Weg weist. Eine beim römischen Kupferbergwerk Pützlöcher gefundene Sesterz-Münze ist Erkennungszeichen des Römerpfads. Dieser ist gut zehn Jahre jünger als der von den Kordelern initiierte Weg. Der Heimatverein Butzweiler hat sich um die Streckenführung gekümmert.
Der Römerpfad umfasst ebenfalls Pützlöcher, Langmauer oder Genovevahöhle. Es gibt jedoch einen großen Unterschied. Dank einer Klassifizierung durch das Deutsche Wanderinstitut darf sich der Römerpfad mit dem Titel Premium-Wanderweg schmücken.
Premium hin oder her. Gerhard Reis wünscht sich, dass im Zuge der nun anstehenden Sanierung des Wegs durchs Butzerbachtal (siehe Extra) Römer Marcus wieder zu Ehren kommt.
Doch daraus wird wohl nichts. Johanna Fox, Sprecherin der Verbandsgemeindeverwaltung Trier-Land, sagt, dass eine Erneuerung der Marcus-Beschilderung nicht vorgesehen ist. Als Grund nennt sie das neue Wanderwegekonzept der Verbandsgemeinde Trier-Land. Unter dem Leitmotiv "weniger ist mehr" haben sich der Verein Ferienregion Trierer Land und die Ortsgemeinden zusammengetan, um das Wanderwegenetz auszudünnen und einheitlich zu markieren. har