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Der Tyrann und seine Liebschaften

Der Tyrann und seine Liebschaften

SCHÜLLER. (sei) Einen lustigen Theaterabend haben die Akteure der Laienspielschar Schüller mit ihrem Schwank "Der Tyrann" von Bernd Gombold geboten.

Mit dem Einakter "Im wilden Westen mit Big Berta" bewiesen bereits die Schüllerer Nachwuchsschauspieler, dass für die nächsten Jahre die Zukunft des Theaterspiels im kleinen Ort an der Oberen Kyll gesichert ist. Christina Forens, Sarah Pfeil, Michelle Wergen, Lara Bungartz, Alina Bungartz, Kai Göbel, Kai Nalik, Hannah Bungartz und Jeannine Wergen spielten unter der Regie von Mia Meyer und Anita Wergen. Chaos, Verwechslungen und Ungereimtheiten lösten sich nach und nach auf, bis sie im Happy-End ihren Abschluss fanden. Beim Hauptstück "Der Tyrann" übernahm Rolf Diergarten die Titelrolle als Bürgermeister Albert Babel, der seinen 50. Geburtstag feiert. In vielen Stimmungslagen und Situationen stellte Diergarten durch seine überzeugende Gestik und Mimik die Hauptperson dar. Zum Inhalt: Bei der Vorbereitung seiner Rede wird der Bürgermeister im Rathaus ständig gestört, vor allem durch die nervende, einfältige Putzfrau Rosalinde (Monika Wergen). Alle Geheimnisse aus dem Rathaus teilt sie umgehend ihrer Freundin, der Linden-Wirtin Bettina, mit.Affäre mit einer schönen Harems-Dame

Schnell erweist sich der Bürgermeister als wahrer Tyrann, der seine Ehefrau Erna (Brigitte Diergarten) und Tochter Lisa (Petra Sünnen) als Angestellte schikaniert. Grob wird er, als Rosalinde ihrem Chef erzählt, dass Tochter Lisa ein Verhältnis mit Peter Schmitz (Frank Wergen), dem Sohn des verhassten Nachbarbürgermeisters, hat. Noch am selben Tag, so fordert er, müsse das Verhältnis beendet werden. Überdies kündigt er ihr den Job. Eine willkommene Abwechslung bringen die beiden befreundeten Gemeinderäte Eugen Schäufele (Jürgen Jehnen) und Fritz Hoßbein (Mike Weck) als erste Gratulanten. Nach einigen Gläschen plaudert - bei versehentlich eingeschalteter Sprechanlage - Babel über sein Geheimnis. Als Fliesenleger in Saudi-Arabien hatte er ein Verhältnis mit der schönen Harems-Dame Laila. Das ist die Chance für die Mithörenden, Frau und Tochter. Plötzlich erscheint im Rathaus Scheich Abdul Achmed und umarmt den verdutzten Bürgermeister, seinen "Ali-Papa". Von da an gibt es keinen besseren Schwiegersohn als den Sohn seines Bürgermeisterkollegen, denn Peter ist ihm allemal lieber als ein "richtiger" Sohn aus Saudi-Arabien. Die Zuschauer im Schüllerer Gemeindehaus spendeten viel Applaus. Hinter den Kulissen bediente Walter Bläser die Technik. Renate Pfeil half als Souffleuse, und Rudi Blum führte Regie.