Der Vorschlag war längst überfällig

Der Vorschlag war längst überfällig

Unter der Überschrift "Der Radweg profitiert von der Bahn" berichtete der TV am Mittwoch, 10. Oktober, über den Vorstoß von Jörg Petry von der Vulkan-Eifel-Bahn. In der Diskussion um die Nutzung der stillgelegten Bahntrasse zwischen Prüm und Gerolstein hat er sich dafür ausgesprochen, die Gleise zu erhalten und einen Radweg teilweise parallel verlaufen zu lassen. Zu diesem Bericht erreichten uns neben den gestern schon veröffentlichten Leser-Echos weitere Meinungen.

Da gibt es zwei private Betreiber (Draisine, Schienenbus), welche in die Region investieren wollen, welche die Gleise ohne Betriebskosten für die Kommunen betreiben möchten, welche eine touristische Attraktion schaffen würden - und ein Radweg müsste ausgerechnet da angelegt werden, wo jetzt die Bahngleise liegen? Und in Zeiten parteiübergreifender Bemühungen um Klimaschutz müssten Kommunen ausgerechnet selbst ihre eigene Eisenbahninfrastruktur(!) demontieren, damit ein Radweg gebaut werden kann? Das erscheint in der Tat mehr als unsinnig! Der deutliche Aufruf, den Radweg so zu bauen, dass er einem Erhalt der Gleise nicht im Wege steht, war längst überfällig! Die Gleise sollten einem der Betreiber zur Stärkung des Tourismus der Westeifel zur Verfügung gestellt werden. Dem Wunsch der Menschen nach einem Radweg zwischen Gerolstein und Prüm ist zudem Rechnung zu tragen und eine entsprechende Strecke auszuweisen - fern der Bahntrasse und dafür mit guter Anbindung der Orte. Denn was nützt einer Mutter in Büdesheim, wenn es einen Radweg fern des Straßenverkehrs nach Gerolstein gibt, der aber gar nicht durch Büdesheim verläuft, sondern durch herrliche Natur fern der Ortschaften?Erst vor 30 Jahren wurde der Bahnanschluss im Industriegebiet Gondelsheim eröffnet und sicherte Arbeitsplätze. Noch vor etwa 15 Jahren setzte sich unter anderem Bürgermeister Söhngen bei der damaligen Bundesbahn für den Erhalt der Schienengüterverkehre ein. Und wer weiß, ob nicht in ein paar Jahren die Gleisinfrastruktur wieder zum Standort-Vorteil würde? Bahngleise sollten nicht leichtfertig überplant werden, damit ein Radweg an einigen Stellen ein paar Kilometer vorhandene Trassierung der Bahn nutzen kann...Joachim Wilbert, Schalkenmehren Infrastruktur/tourismus

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