"Der Weg ist richtig"

BETTINGEN. Das Projekt Seniorenresidenz nimmt Gestalt an. Der Ortsgemeinderat Bettingen hat am Dienstagabend einstimmig zugestimmt, in die nächste Phase zu gehen.

"Der Weg ist richtig, aber er ist noch weit." Mit den Worten von Gemeinderatsmitglied Willi Fink kann man die Situation am besten beschreiben. Nach vielen Versuchen, den Bettinger Ortskern wiederzubeleben, liegt nun ein Angebot vor, das nach den Worten von Ortsbürgermeister Jürgen Holbach "Hand und Fuß" hat. Auf dem Parkplatz der ehemaligen Diskothek Panorama, in der Ortsmitte von Bettingen, soll eine Seniorenresidenz für mehr als 120 Personen entstehen. Noch viele Hürden zu nehmen

Das Planungsbüro Steinbrunn, welches schon mehrere solcher Einrichtungen aus der Taufe gehoben hat, ist von dem Gelände sehr angetan und hat bereits zwei Investoren für das Projekt gewonnen. Neben dem Gelände, das schon im Besitz der Gemeinde ist, müssen noch einige Teile von privaten Grundstücken hinzugekauft werden. Beim Bau der Anlage gibt es viele Dinge zu berücksichtigen. Der Dorfplatz und das Seniorenheim sollen zu einem Kern zusammengefasst werden, damit, betont Holbach, kein "abgekapseltes Ghetto" entsteht. Die Erdgeschoss-Räume der Anlage sollen nach Meinung von Willi Fink mindestens eine Höhe von drei Metern haben, damit diese, falls das Projekt scheitern sollte, für gewerbliche Zwecke genutzt werden können. Die Verknüpfung von Seniorenresidenz, Jugendheim und Kindergarten ist ein wichtiges Anliegen des Gemeinderats. Der Dorfkern soll ein Treffpunkt für jung und alt werden und für alle frei zugänglich sein. Ein zentraler Spielplatz und ein gemeinsamer großer Saal für Veranstaltungen sollen darüber hinaus entstehen. Ein weiterer Synergie-Effekt bei der Verknüpfung zwischen Jugendheim und Seniorenresidenz wäre eine zentrale Heizungsanlage, die alle Gebäude mit Wärme versorgen könnte. Willi Fink betont derweil auch, dass die Gebäude ein einheitliches und attraktives Gesamtbild abgeben. Eine kasernenartige Bauweise soll unter allen Umständen vermieden werden. Der in naher Zukunft anstehende Ankauf des Jugendheims kann möglicherweise in den Förderplan der Dorferneuerung mit aufgenommen werden. In der Seniorenresidenz sollen neben Bereichen für betreutes Wohnen auch Plätze für Pflegebedürftige entstehen.