1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Der Weg zur Krippe führt durch die Irreler Hauptstraße

Advent : Der Weg zur Krippe führt durch die Irreler Hauptstraße

Die Irreler haben sich in diesem Corona-Jahr etwas Besonderes einfallen lassen: Die Weihnachtsgeschichte wird in Schaufenstern erzählt.

 „Lost“ (aus dem Englischen: verloren) ist das Jugendwort 2020. Das wundert Tamara Baltes nicht. Die  Gemeindeassistentin in der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Irrel hat das Gefühl in diesem Jahr bei vielen erlebt. „Aus Gesprächen und Kontakten lässt sich erkennen, dass dieses Wort ziemlich gut das Empfinden vieler Menschen in der jetzigen Situation umschreibt“, berichtet sie.

Wenig von dem, was uns bekannt sei, was wir gewohnt seien,  sei dieses Jahr geblieben. Und so ergehe es vielen auch mit der Advents- und Weihnachtszeit. „Eine Vorbereitung auf das Weihnachtsfest ist nicht wie gewohnt möglich. Es werden keine Kinder-Krippenfeiern an Heiligabend stattfinden können und auch die Teilnehmerzahl in den Christmetten ist begrenzt“, bedauert sie.

Dennoch habe die Pandemie die Irreler nicht  aufgehalten. So haben sich viele Beteiligte überlegt, wie man  Menschen, besonders Familien unterstützen kann.  Mit dabei: die Katholische Kita St. Elisabeth, zwei Klassen der Franziskus-Grund-und Realschule plus Irrel, die Messdienergruppe, die Kinderkirche, die Jugendfeuerwehr, die DJK -Tanzgruppe, das Caritashaus der Begegnung, das Aktionsbündnis Hand in Hand, der Heimatverein sowie  Tamara Baltes.

Herausgekommen ist die Idee eines Weihnachtswegs in den Schaufenstern der Geschäfte in der Hauptstraße in Irrel. Jede Szene der Weihnachtsgeschichte wird von Helfern gestaltet. Pünktlich zum vierten Advent, 20. Dezember,  wird er begehbar sein.

Dann kann man sich auf den Weg zur Krippe machen, die sich in der Kirche befindet. Für die Beschäftigung zu Hause können die Kinder sich etwas in der Ideenwerkstatt aussuchen, die im hinteren Bereich der Kirche zu finden ist. Für die Erwachsenen liegen dort kleine Tütchen als „Seelenwärmer“ bereit.

Ein gesonderter Hinweis gilt dem „Alten Turm“, der noch von der ehemaligen Kirche stammt. Der Weg dorthin liegt inmitten des Weihnachtsweges und ist  zusätzlich beschildert.

Im Inneren des Turmes,  bei der Statue der schmerzhaften Muttergottes, ist ein Sorgenbuch ausgelegt, als Einladung, sich die Sorgen dieser Tage und Wochen vom Herzen zu schreiben.

Doch nicht nur die Sorge soll dominieren, sondern es liegt auch ein Dankebuch aus. Ebenso stehen Teelichter bereit, die entzündet werden können. Und auch hier sind die „Seelenwärmer“ zu finden.