Der Wetterbericht kommt bald aus Daleiden

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Der Deutsche Wetterdienst plant im Islek bei Daleiden den Bau einer vollautomatischen Messstation.

Noch ist nicht viel zu sehen, außer einer auffallenden Plakatwand auf der grünen Wiese. Sie weist bei Daleiden auf den Bau einer automatischen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes an dieser Stelle hin. Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), bestätigt das: „In Daleiden wird eine Wetterstation der Kategorie ‚WST II‘ gebaut. Dabei handelt es sich um eine vollautomatische Station, die eine Vielzahl an meteorologischen Daten erfasst.“

Und dazu gehören unter anderem: Temperatur, Luftfeuchte, Erdbodentemperatur, Luftdruck, Niederschlagsmenge, -dauer, -art, Wolkenhöhe, Sichtweite, Windrichtung und Geschwindigkeit. Wie viel Geld investiert werde, sei noch nicht abschätzbar, sagt Kirsche. Auch Baubeginn und Ende stehen noch nicht fest. Das sei von vielen Faktoren abhängig. „Hier spielen die Verwaltung, Landesbauamt, etwaige Ausschreibungen für verschiedene Baufirmen und nicht zuletzt die Mittelfreigabe eine große Rolle“, sagt der Unternehmenssprecher.

Das Messfeld am südlichen Ortsausgang wurde jedenfalls schon abgesteckt, erfährt man von der Homepage der Gemeinde Daleiden. Die Umsetzung wird noch optimistisch mit Frühjahr 2020 angegeben.

Stationen, die in ähnlichem Umfang wie später Daleiden ausgestattet sind, gibt es in Trier-Petrisberg und in Deuselbach. Im Raum Trier befindet sich noch eine größere Anzahl an nebenamtlichen Klima- und Niederschlagsstationen.

Aber warum hat der Deutsche Wetterdienst sich gerade Daleiden ausgeguckt? Dazu sagt Kirsche: „Der Deutsche Wetterdienst muss ein hinsichtlich der Standorte seiner Stationen repräsentatives Messnetz in Deutschland betreiben. Deshalb wurde im westlichen Teil der Eifel ein Standort gesucht und in Daleiden gefunden.“

Für den Standort spricht außerdem, dass dort ausreichender Abstand von Gebäuden und Bäumen gegeben sei, sodass eine störungsfreie Messung möglich ist. Schad­stoffe in der Luft, wie zum Beispiel Kerosin, werden dort nicht gemessen. Dafür seien die Landesumweltämter zuständig, sagt Kirsche.

Alle gemessenen Daten werden direkt nach Offenbach gesendet, dort überprüft und verarbeitet. Die Informationen sind zunächst wichtig für die Wettervorhersagen, Unwetterwarnungen, Gutachten und für die Beantwortung klimatologischer Fragestellungen.

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