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Ausstellung: Der Wolf im wilden Wald 

Ausstellung : Der Wolf im wilden Wald 

Um das Thema Wolf in vielen Facetten geht es in der Ausstellung Wald.Wolf.Wildnis, die am Sonntag, 4. Oktober, um 11.30 Uhr im Haus Beda eröffnet wird.

Gehört der Wolf in den deutschen Wald? Über diese Frage wird derzeit von Fachleuten und Laien heftig gestritten und diskutiert. Und das nicht erst, seit Wolf Billy in der Eifel gesichtet wurde und dabei durch das Reißen von Schafen und Kälbern unangenehm aufgefallen war.

Um diese Tierart geht es auch bei Ausstellung Wald.Wolf.Wildnis, die am Sonntag im Haus Beda eröffnet wird. Die Idee zu der Kunstschau sei aber schon entstanden, bevor mit Wolf Billy das Thema in der Eifel richtig akut wurde, sagt Michael Dietzsch, der Vorsitzende der Hanns-Simon-Stiftung in Bitburg.

Im Jahr 2014 war der „Mythos Wald“ das Thema einer Ausstellung in Bitburg. Die Künstlerin Gisela Krohn, die damals auch dabei war, gab den Anstoß, dieses Mal den Wolf in den Mittelpunkt zu stellen. Denn sie hatte den Wolfsexperten Ulrich Wotschikowsky kennengelernt, der im vergangenen Jahr gestorben ist. Dies war, so die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Ute Bopp-Schumacher, für die Künstlerin so inspirierend, dass sie den Mythos Wald um den Aspekt Wolf erweiterte.

„Wir möchten Themenfelder zeigen, die hier eher verstanden werden als in der Großstadt“, sagt Dietzsch. Denn hier spielten Wald und Wildnis eben eine größere Rolle. Und er geht auch auf die Widersprüchlichkeit des Themas ein. Der Wald müsse heute so viele Funktionen erfüllen. Er sei unter anderem Freizeitpark und Nutzwald. Dabei sei der Wald selbst in großer Gefahr durch die Erderwärmung, Trockenheit und den Borkenkäfer. Es sei die Frage, ob man in diesem Wald den Wolf wieder etablieren könne.

Doch neben dieser teilweise heftig geführten Diskussion werfen die Künstler, die aus verschiedenen Ländern kommen, jeweils einen ganz individuellen Blick auf den Wald und seine Bewohner. Und so bekommen die Besucher der Ausstellung auch viele verschiedene Darstellungsarten geboten. Da gibt es Wolfsköpfe mit gefletschten Zähnen, die an den Wänden hängen. Initiatorin  Gisela Krohn, die das Thema im Frühjahr bereits für eine Schau in Burgrieden-Rot in Südeutschland bearbeitet hatte, stellt den Wald farbig und lichtdurchflutet dar. Auf einem Bild ist der Wolf nur ganz klein zu erkennen, bei dem anderen Bild zeigt sich das Tier in schnellem Lauf, was künstlerisch gut dargestellt ist. Auf anderen Werken präsentiert sich der Wald eher düster und geheimnisvoll.

Die Künstlerin Isabell Dutoite widmet sich dem Wolf und seiner Umgebung sehr detailliert. Das Fell des Tieres ist sehr präzise und genau gemalt.

Auch Fotografien sind in der Ausstellung zu sehen. Zum Beispiel vom Luxemburgischen Fotografen Armand Quetsch, der den Wald realistisch festgehalten hat. Ein weiterer fotografischer Aspekt ist bei thermografischen Bildern zu sehen, die in leuchtenden Farben daherkommen und auf denen der Wolf als kleiner weißer Fleck schemenhaft zu erkennen ist. Sie wirken weniger wie Fotos, sondern eher wie farbintensive abstrakte Gemälde.

Die meisten Ausstellungsstücke sind im Erdgeschoss zu sehen. Aber auch im zweiten Stock des Hauses Beda, das dem Maler Fritz von Wille gewidmet ist,  finden sich Bilder zum Thema Wolf. Und auch ein Werk von Fritz von Wille, das thematisch zur Ausstellung passt, ist integriert.

Wer mehr über den Wolf lernen möchte, findet weitere Informationen bei einer AudioBar. Dort ist auch mehr über die beteiligten Künstler zu erfahren.

Ein Jäger mit Wolfsmaske, thermografische Aufnahmen, Grafiken von Waldtieren, detailgetreue Bilder einer geheimnisvollen Wildnis oder eine Skulptur: Die Darstellungsformen des Themas Wolf im Haus Beda sind vielfältig. Foto: TV/Nora John
Der Wolf sowie sein Umfeld in Wald und Wildnis sind Thema der Ausstellung im Haus Beda. Dabei sehen zeitgenössische Künstler das auch in der Realität stark umstrittene Tier aus verschiedenen Perspektiven. Foto: TV/Nora John
Der Wolf sowie sein Umfeld in Wald und Wildnis sind Thema der Ausstellung im Haus Beda. Dabei sehen zeitgenössische Künstler das auch in der Realität stark umstrittene Tier aus verschiedenen Perspektiven. Foto: TV/Nora John
Der Wolf sowie sein Umfeld in Wald und Wildnis sind Thema der Ausstellung im Haus Beda. Dabei sehen zeitgenössische Künstler das auch in der Realität stark umstrittene Tier aus verschiedenen Perspektiven. Foto: TV/Nora John
Der Wolf sowie sein Umfeld in Wald und Wildnis sind Thema der Ausstellung im Haus Beda. Dabei sehen zeitgenössische Künstler das auch in der Realität stark umstrittene Tier aus verschiedenen Perspektiven. Foto: TV/Nora John

Bei der Eröffnung am Sonntag, 4. Oktober, 11.30 Uhr, sprechen Michael Dietzsch, die Künslerin Gisela Krohn, Kuratorin D. Ute Bopp-Schumacher sowie Forstdirektor Gundolf Bartmann aus Trier.