Der Zauberer vom Ernzener Berg

Ernzen · Die Jugendausschüsse der Verbandsgemeinde Irrel haben zusammen mit dem Naturparkzentrum Teufelsschlucht zum sechsten Mal die Große Jugendfreizeit organisiert. Dieses Jahr stand sie unter dem zauberhaften Motto "Von Rittern, Geistern und dreibeinigen Hasen".

 An der Station Frauenbillenkreuz versetzen die Kinder Holzklötze mit Seilen. TV-Foto: Bettina Bartzen

An der Station Frauenbillenkreuz versetzen die Kinder Holzklötze mit Seilen. TV-Foto: Bettina Bartzen

Ernzen. Der Zauberer vom Ernzener Berg, Raubritter auf der Prümer Burg, ein Geigenspieler, der durch seine Musik vom Galgen gerettet wurde, ein goldenes Kalb, versteckt im Wald und Geschichten von Hexen, Geistern und weißen Frauen.
Dieses Jahr lernen Kinder zwischen sechs und 13 Jahren Sagen und Geschichten aus der Region kennen. Die kleinen Gruppen durchlaufen vom Erdzeitpark bis zur Teufelsschlucht 13 Stationen, die auf spielerische Weise an die Sagen anknüpfen. Jeder erhält ein kleines Heft "Von Rittern, Geistern und dreibeinigen Hasen" zum Nachlesen. "Die Geschichten sind alle neu für mich. Alle Stationen machen Spaß, besonders das Bogenschießen," sagt die elfjährige Helena Billen aus Kaschenbach. Sie ist schon zum vierten Mal dabei. Die Station zum Bogenschießen erzählt vom Scholtesmännchen im Ferschweiler Wald. Ein bösartiger Jäger soll während der Messe die Felder der Bauern zerstört haben. An der Station Frauenbillenkreuz müssen die Kinder im Team mit Seilen Holzklötze verrücken. Das erinnert an die im Stein eingeschlossene Frau, die immer noch das Spinnrad dreht. Das Frauenbillenkreuz steht genau auf der Gemarkung Nusbaum, Ferschweiler und Bollendorf. Der Zauberer vom Ernzener Berg konnte sich in einen Hasen verwandeln. Seit 2007 werden alle Vereine mit Jugendgruppen eingeladen, auch einzelne Kinder ab sechs Jahren können teilnehmen. "Wir haben dieses Jahr 120 Kinder. Dabei sind die Einzelanmeldungen mehr geworden", sagt Elke Wagner, Mitorganisatorin der Jugendfreizeit.
Insgesamt 35 ehrenamtliche Betreuer helfen an diesem Tag mit. "Wir wollen das auf jeden Fall weitermachen, auch wenn die Verbandsgemeinde Irrel ab Juli aufgelöst wird", sagt Erich Theis, Gründer der Jugendfreizeit. beba

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