Detonation mit starker Druckwelle

Detonation mit starker Druckwelle

Glimpflich abgelaufen ist die Entsorgung des Sprengstoffs, den Spezialeinsatzkräfte am Donnerstag bei einer Hausdurchsuchung in Wintrich gefunden haben. Jetzt geht es um die Frage: Woher stammt das explosive Material?

Wintrich. Der Sprengstoff, der am Donnerstag im Keller eines Wohnhauses in der Wintricher Schulstraße gefunden worden war, ist am Abend kontrolliert gesprengt worden. "Die Druckwelle beim Detonieren war so gewaltig, dass noch in 500 Metern Entfernung die Auswirkungen deutlich zu spüren waren", teilt die Polizei Bernkastel-Kues mit.
Um den Sprengort, eine Kiesgrube in Maring-Noviand, wurde zuvor ein Sicherheitsgürtel im Radius von 500 Metern gezogen, und sämtliche Wege waren abgesperrt. Zudem wurde für kurze Zeit die Landesstraße 47 voll gesperrt.
Die Ermittler gehen nun der Frage nach, woher der Sprengstoff stammt, wie alt er ist und wer für die Lagerung verantwortlich ist. Verdächtigt ist ein ehemaliger Sprengmeister, der lange in dem Haus in der Schulstraße lebte. Das Material könnte aber auch aus der Zeit seines verstorbenen Vaters stammen, der ehemals Sprengmeister war.
Bei der Hausdurchsuchung hatten die Einsatzkräfte des Landeskriminalamts acht Stangen Sprengstoff sowie Zünder und Kapseln entdeckt. Wie viel Sprengstoff darin insgesamt verarbeitet war, ist noch unklar.
Die Kraft der Detonation bei der kontrollierten Sprengung weist aber auf eine "hochbrisante" Menge hin, wie die Polizei sagt. Die Untersuchungen am Tatort sind vorläufig abgeschlossen.