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Die Arbeiten an der Wildbrücke bei Schönfeld laufen weiter.

Naturschutz : Das zweite Jahr der Brückenbauer - Arbeiten auf B 51 bei Schönfeld laufen weiter

Der große Bogen ist seit vorigem Jahr geschlagen, jetzt wird weitergearbeitet am Wildübergang auf der Bundesstraße 51.

Und weiter geht’s: Die Jünkerather Baufirma Klein hat die Arbeiten an der Wildbrücke über die Bundesstraße 51 zwischen Stadtkyll und dem Abzweig nach Schönfeld wieder aufgenommen.

In diesen Tagen wird der voriges Jahr geschlagene Betonbogen von oben abgedichtet, Lastwagen kippen Erdreich an der Baustelle ab – später soll es links und rechts aufgeschüttet werden, damit Hirsch und Hase, Fuchs und Wildkatze die Straße queren können, ohne dass sie davon viel bemerken. Und vor allem: ohne Gefahr.

 Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld.
Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld. Foto: Fritz-Peter Linden

Wegen des ständig die Fahrbahn kreuzenden LKW-Verkehrs gilt auf diesem Abschnitt Tempo 50, allerdings muss die Bundesstraße auch weiterhin nicht wegen der Arbeiten gesperrt werden.

 Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld.
Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld. Foto: Fritz-Peter Linden

Alles laufe „nach langer Pause jetzt wieder vernünftig“, sagt Vorarbeiter Rudolf Huth. Die Pause, klar, war vor allem dem Wetter geschuldet: „Wir haben mit Einschränkungen bis Mitte Oktober gearbeitet“ sagt Huth, „aber um den 20. herum haben wir dann endgültig abgebrochen.“ Der Grund: zu nass, zu kalt war es in der Eifel geworden. „Bei der Witterung kann man eine qualitativ hochwertige Abdichtung nicht mehr aufbringen. Wir brauchen mindestens knapp acht Grad, um die Schweißbahn und den Epoxidharz aufzubringen“, aber nachdem es dann in den Nächten zu frieren begonnen hatte, seien tagsüber nur noch zirka zwei Stunden übrig geblieben, an denen man habe arbeiten können.

 Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld.
Betonbogen steht, Versiegelung läuft: die neue Wildbrücke an der B51 bei Stadtkyll-Schönfeld. Foto: Fritz-Peter Linden

Dafür aber geht es jetzt auch zügig voran: „Vom Ablauf her kein Problem“, sagt Huth, „wir haben eine stabile Witterung. Und die brauchen wir einfach.“

Noch im Juli soll die Abdichtung erledigt sein: Aufgetragen wird zunächst ein Klebstoff – Epoxidharz – darauf folgen dann die Bitumen-Schweißbahnen, sagt Dietmar von Landenberg vom zuständigen Büro des Landesbetriebs Mobilität in Dockweiler. „Dann kommt ein Schutzbeton drüber, und danach wird die Verfüllung der Brücke gemacht. Mit den schon vorhandenen Bodenmassen.“ Und das sind einige: Rund 15 000 Kubikmeter Erde, was nicht an Ort und Stelle zu nehmen war, wurde von anderen Baustellen herbeitransportiert. Alles in allem, sagt von Landenberg, „an die 2000 LKW-Ladungen“.

Das alles braucht natürlich noch seine Zeit, sodass die Arbeiten an der Brücke am Ende rund zwei Jahre gedauert haben werden. Zumal auf etwa zwei Kilometern entlang der Bundesstraße auch noch ein Zaun errichtet werden muss, damit das Wild, vor allem die Katze, es sich nicht doch anders überlegt und über die Fahrbahn läuft, hoppelt, springt und schnürt.Wie lange genau wird alles noch dauern? Bestimmt bis in den Herbst: Er wolle nicht zu optimistisch sein, sagt Dietmar von Landenberg, „Aber bis September oder Oktober müssten wir das eigentlich fertig haben.“

Dann werden 2,5 Millionen Euro verbaut sein – und immerhin: Damit liegt man im Plan. Die Wildbrücke dient als Ausgleich für die Versiegelung und Zerschneidung der Eifellandschaft infolge des Autobahnbaus, in diesem Fall der A 1.