Die Bären sind los

Im kommenden Jahr steht großer Bären-Zuwachs im Eifelpark in Gondorf (VG Bitburg-Land) an. Neben den beiden Jung-Bären, die im Frühjahr in den Park kommen, wird eine "bärige" Marketing-Kampagne gestartet, von der nicht nur der Eifelpark, sondern auch die ganze Eifel profitieren soll.

Gondorf. Dass der letzte Bär in freier Wildbahn in der Eifel gesichtet worden ist, liegt schon sehr, sehr lange zurück. Einmal abgesehen von dem Lokführer, der im Sommer dieses Jahres die aus dem Eifelpark in Gondorf ausgebüchste Bären-Dame Liesa entlang der Bahngleise laufen sah (der TV berichtete). Im kommenden Jahr wird es jedoch eine ganze Bären-"Invasion" geben. Bernd Capellen, Betreiber des Eifelparks, plant eine große Marketing-Kampagne, die der ganzen Eifel und im Speziellen seinem Park zugute kommen soll. Für den Bären-Nachwuchs geht der Eifelpark einen traditionellen Weg - mit Verlobung und Hochzeit. Der "Eifel-Petz", das Maskottchen des Parks, wird am 7. September seine Freundin "Petzi" heiraten. Mit großen Tamtam und Hochzeitsgesellschaft. Etliche Bären stehen dann Spalier. Die werden zwar nicht aus Fleisch und Blut sein, dafür aber sehr bunt - und aus Kunststoff. Sie spielen allerdings eine weitaus größere Rolle als nur die der Hochzeitsgäste. Sie werden ab kommendem Frühjahr Eifel-Botschafter sein. Capellen stellt sich das so vor: Die 1,80 Meter großen Bären können beispielsweise von Firmen, Verwaltungen oder auch Privatpersonen als Rohlinge gekauft werden. Individuell gestaltet, sollen sie eine etwas andere Form der Werbung darstellen - für die Eifel, das eigene Unternehmen und den Eifelpark. Ein Exemplar in der Hauptstadt

Starten soll die "bärig-bunte" Marketing-Offensive im März 2008. Mehr als 200 kreativ gestaltete Bären werden dann Vorgärten, Foyers und Geschäfte bevölkern. Jedes Tier ist ein Unikat. Der Kreativität der Bärenpaten sind keine Grenze gesetzt. Doch nicht nur in der Region werden die Bären für Aufmerksamkeit sorgen. "Auch in Köln und Aachen werden Bären stehen. Selbst im Zentrum von Berlin wird ein Bär für die Eifel werben", berichtet Bernd Capellen. Für diese Kampagne hat er eigens die GmbH "Eifel bärenstark 2008" gegründet. Die Idee, ein originell gestaltetes Tier als Werbeträger zu nutzen, ist nicht neu. Doch sie funktioniert immer noch. Das haben ähnliche Tierparaden etwa in Berlin, Dresden oder New York gezeigt. Sie sind Hingucker. Beste regionale Beispiele: der blaue Hirsch, der für die Kulturhauptstadt Luxemburg wirbt, oder die bunten Ziege, die im Rahmen des Festivals "Sommer Heck-Meck" in Bitburg aufgestellt worden waren. "Die Bären-Unikate werden ein Magnet für den Tourismus in der Eifel sein", da ist sich Capellen sicher. Die schönsten Bären gehen nach der Bären-Hochzeit auf Tournee und werden auf Tourismus-Messen für die Eifel werben. Infos gibt es unter www.eifel2008.de, unter Telefon 02129/374320 oder tusch@eifel2008.de. Künstler, die Bären gestalten wollen, können sich ebenfalls melden.