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Die Bambini werden immer mehr

BITBURG-MASHOLDER : Die Feuerwehr-Bambini werden immer mehr

In Masholder wird Bitburgs erste Wehr für die Kleinsten eingerichtet. Und auch in anderen Orten ist das Interesse an dieser Art der Nachwuchsförderung da.

Sind die Kinder erst einmal in Fußball- und sonstigen Sportvereinen aktiv, wird es für die Feuerwehr schwierig. „Wir merken bei unseren Jugendfeuerwehren, dass wir mit dem Eintrittsalter von zehn Jahren zu spät dran sind, weil dann die meisten Kinder schon in anderen Vereinen aktiv sind“, so Alexander Kewes, Wehrführer der Löschgruppe Masholder, der in einer Sitzung des Bitburger Stadtrats kurz erläuterte, wie man dem entgegenwirken kann. Nämlich mit der Gründung einer Bambini-Feuerwehr.

Laut Kewes gibt es derzeit in Masholder rund 20 Kinder von sechs bis neun Jahren. Die passende Zielgruppe ist also vorhanden. „Wir wollen mit einem solchen Angebot in Masholder starten, um es dann so schnell wie möglich auch auf die anderen Einheiten der Stadt auszuweiten“, erklärt Kewes und verweist dabei auch auf eine Kooperation mit dem Bitburger Haus der Jugend.

Michael Becker, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg, begrüßt diesen Vorstoß aus Masholder. Die Wehr sichere ihren Nachwuchs zum größten Teil aus den Jugendwehren. Und deshalb sei es sinnvoll, so früh wie möglich für einen ausreichenden Zulauf im Jugendbereich zu sorgen, sagt Becker.

„Wir werden diesen Monat zehn Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernehmen“, erklärt er. Das zeige, wie wichtig es sei, Kinder und Jugendliche frühzeitig für das Ehrenamt zu begeistern. „Es ist natürlich schön, dass viele Kinder Fußball spielen“, sagt der Wehrleiter. „Aber Fußball ist nun mal leider nicht so essenziell wie die Feuerwehr.“

Becker ist zuversichtlich, dass durch die Pandemie und den damit verbundenen allgemeinen Stillstand in den Vereinen weitere Mitglieder für die Nachwuchsteams gewonnen werden können. Ein leichter Trend in diese Richtung sei jedenfalls erkennbar. „Zunächst aber müssen wir jetzt erst einmal schauen, wie wir nach den Pandemie-Einschränkungen die Jugendfeuerwehr wieder ans Laufen bekommen“, fügt er hinzu.

So seien mit dem ersten Lockdown nicht nur die Aktivitäten der Sportvereine eingestellt worden, sondern auch die der Jugendfeuerwehr. Und das aus gutem Grund, wie der Bitburger Feuerwehrchef erklärt. Schließlich kämen viele Mitglieder im Nachwuchsbereich aus Haushalten mit Mitgliedern der Feuerwehr. Wäre es also innerhalb der Jugendfeuerwehr zu einer Corona-Infektion gekommen, hätte das den gesamten Feuerwehrbetrieb der Stadt ein Stück weit lahmlegen können, so der Wehrleiter. „Das war uns einfach zu riskant.“