1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Die Bedingungen für den Verkauf der Anteile

Die Bedingungen für den Verkauf der Anteile

Stadt und Kreis knüpfen diverse Bedingungen an den Verkauf ihrer Flugplatz-Anteile. Zu den wichtigsten zählen, dass es keinen Nachtflug gibt, dass Lamparski in drei Jahren fünf Millionen Euro investiert, dass er eine Bürgschaft hinterlegt und dass Geld für lärmgeplagte Gemeinden fließt.

Bitburg. (kah) Monatelang haben sie verhandelt. Inzwischen steht fest, unter welchen Bedingungen sich Landrat Joachim Streit, Bürgermeister Joachim Kandels und Michael Billen, Aufsichtsratsvorsitzender der Flugplatz Bitburg GmbH, vorstellen könnten, die kommunalen Flugplatzanteile an Frank Lamparski zu verkaufen. Bedingungen, die sie am Freitag öffentlich präsentiert haben. Festgehalten sind sie in einer Absichtserklärung, die Kreistag und Stadtrat am 22. Juni zur Abstimmung vorgelegt werden. Die wesentlichen Inhalte des „Letter of intents“ sind folgende:
Eifelkreis und Stadt erhalten ein Informations- und Mitspracherecht in der künftigen Betreibergesellschaft. Kein Nachtflug. Drei Jahre nach dem Verkauf der Anteile sollen der Instrumentenflug betriebsbereit und mindestens fünf Millionen Euro in die „flugbetriebliche Infrastruktur“ investiert worden sein. Falls diese Bedingungen nicht eingehalten werden, muss Lamparski Stadt und Kreis insgesamt 800 000 Euro bezahlen, die er zuvor als Bürgschaft hinterlegt. Mit diesem Geld will die GmbH ihren Tower absichern. Die neue Betreibergesellschaft des Bit-Airports verpflichtet sich zu einer Abgabe pro Start oder Landung, die den umliegenden Gemeinden zugutekommen soll. Nach fünf Jahren sollen so jährlich rund 80 000 Euro zusammenkommen. Der Bund, dem die Landebahn, die Rollwege und Vorfelder gehören, räumt Lamparski bis Ende 2011 die Option ein, das Gelände zu kaufen. Lamparskis Businessplan wird von einem unabhängigen Experten-Team geprüft und als tragfähig bestätigt. Von einer möglichen Rückübertragung der Anteile ist in der Absichtserklärung keine Rede, obwohl laut Billen lange darüber diskutiert wurde. Das sei finanziell von kommunaler Seite gar nicht zu stemmen. Der Verkauf der Flugplatz-Anteile (Wert: rund 100 000 Euro) soll erst nach 18 Monaten erfolgen. Diese Zeit wird Lamparski nutzen, um weitere Investoren zu finden, während andere seine Pläne prüfen.