Die dritte Dimension

Es gibt so einige Burgen und Schlösser in der Eifel und an der Mosel wie auch im Hunsrück - und jedes dieser historischen Bauwerke hat seinen eigenen Charme. Aus der Vogelperspektive sind selbst die Ruinen beeindruckend, findet Bernhard Heller.

Bitburg/Föhren. Fast lautlos setzt die rote Maschine auf der Landebahn auf. Bernhard Heller ist mit seiner Roten Baroness in Bitburg angekommen. Von hier startet er für den TV zu einem Rundflug über die Eifel, den Hunsrück und die Mosel. Seine Mission: eine Auswahl der vielen Schlösser und Burgen zu fotografieren, die es in unserer Heimat so gibt.
Mit etwa 160 Stundenkilometer Reisegeschwindigkeit ist Heller mit seiner Roten Baroness unterwegs. Bis zu 220 Sachen würde das Ultraleichtflugzeug, eine C 41 Ikarus, schaffen. "Aber das ist, wenn wir fotografieren, viel zu schnell", sagt Heller, der seit mehr als zehn Jahren für den TV Luftbilder macht. Natürlich nicht alleine: "Da fliegt immer ein Teamkollege mit." Einer bedient das Steuer der Maschine, einer den Auslöser der Kamera.
"Ich komme aus Rosenheim, hatte den Flugplatz direkt vor der Haustür, da hat mich Fliegen schon immer interessiert", erzählt der 56-Jährige, der aber zunächst ein Handwerk - Holz- und Kunststoffbearbeitung - erlernt hat. Als er das wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr ausüben konnte, hat er umgesattelt auf die Fliegerei. Zunächst ist er in Süddeutschland für die Hagel-abwehr geflogen. Dabei wird Silberjodid mit Generatoren in Wolken eingebracht, damit kein Hagel gebildet wird, erklärt Heller. Hagel hat in Süddeutschland schon verheerende Schäden angerichtet. Seit 2000 ist er mit seiner Firma Portaflug in Föhren - dorthin hat es ihn der Liebe wegen verschlagen. Er bildet auch Piloten aus und bietet Rundflüge an. Was ihn am Fliegen fasziniert? "Die dritte Dimension", sagt Heller. Und: "Man hat aus der Luft einen fantastischen Überblick. Die Relationen verändern sich." scho

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