Verkehr : Die Eifel wird abgehängt

Mit der Privatisierung der Deutschen Bahn in den Neunzigern begann der Niedergang der Infrastruktur auf dem Land. Häufiger rollen Züge seitdem nur durch Städte. Für die wenigen Fahrgäste, die in den Dörfern ein- und aussteigen, lohnte sich ein Ausbau nicht.

Im Gegenteil: Hier wurden Linien stillgelegt, ganze Gegenden vom Schienenverkehr abgeschnitten. Und diese Abwärtsspirale dreht sich weiter. Bahnhof um Bahnhof wird etwa die Eifel zur Durchgangsstation. Die Nachricht, die durch diese Firmenpolitik übermittelt wird: Für euch lohnt es sich nicht mal, anzuhalten. Während Kommunen Millionen in den Ausbau der Buslinien investieren, spart die Bahn ein, was zu sparen ist. Die Eifel wird so weiter abgehängt, der Wahnsinn des Individualverkehrs zur umweltschädlichen Notwendigkeit.

c.altmayer@volksfreund.de