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Die einen sehen kein Risiko - die anderen verbranntes Geld

Die einen sehen kein Risiko - die anderen verbranntes Geld

Die CDU wollte den Flugplatzausbau schon immer, um die vorhandene Infrastruktur in Wert zu setzen. "Unser einziges Risiko liegt darin, dass wir am Ende vielleicht keinen Investor mehr haben, der privates Geld in den Flugplatz stecken will", sagt Michael Billen.

Dass jemand 30 Millionen investieren wolle, sei mehr Wert als ein Businessplan.

Die FWG steht seit 1994 ebenfalls voll hinter den Flughafenplänen - auch wenn Landrat Joachim Streit inzwischen nicht mehr an einen Erfolg Lamparskis zu glauben scheint. "Wir wollen die Infrastruktur erhalten, sie aber einer privaten Nutzung zuführen", sagt Fraktionssprecher Rudolf Rinnen.

Die SPD ist unentschlossen. "Wir waren von Anfang an für den Ausbau, wenn es keinen Nachtflug gibt und kein Steuergeld fließt", sagt Bernd Spindler. Allerdings sei das Vertrauen in Lamparski aufgebraucht. Die Genossen wollten mit dem Verkauf warten, bis sie einen Businessplan oder das Geld sehen.
Bündnis90/Die Grünen sind strikt gegen die Flughafenpläne, die Helmut Fink als Wolkenkuckucksheim bezeichnet, "das am Interesse der Bevölkerung vorbeigeht". Seine Fraktion wünscht sich auf dem Gelände einen Park für erneuerbare Energien. "Hier ist schon viel Geld verschenkt worden", sagt er.

Die FDP ist gespalten. Eva Gräfin von Westerholt will, dass die Hängepartie ein Ende hat, und stimmte gegen den Verkauf. Hermann Marx und Marie-Luise Niewodniczanska waren dafür. "Ich bewundere Lamparskis Mut". Er sei der Einzige, der ein Risiko trage. "Das ist nicht unser Steuergeld", sagt Niewodniczanska.

Wolfgang Ferner, Die Linke, fühlt sich, als würde er im Leichtflugzeug durch ein Gewitter fliegen, während der Pilot ihm zuraunt: Kein Problem, runter kommen wir immer. "Wir sollten das stoppen", sagt er. Es sei schon viel Geld verbrannt worden. Wenn das Geld käme, könne man noch einmal darüber reden. kah