Die erste Mitfahrbank in der Prümer Innenstadt ist aufgestellt

Mitfahrbänke für Prüm : Platz nehmen, die Herrschaften!

Annemie Nickels hat Wort gehalten mit ihrem Versprechen, der Stadt neun Mitfahrbänke zu beschaffen (der TV berichtete). Die erste ist schon eingeweiht.

Beim Monatstreffen der Multiple-Sklerose-Gesellschaft, diesmal im Gerberweg und in Nähe des Friedhofs, hat Annemie Nickels die erste Sitzgelegenheit in der Innenstadt vorgestellt und eingeweiht – nachdem der Zeitbank-Verein bereits vor einiger Zeit eine der Bänke im Stadtteil Dausfeld aufstellen ließ.

So geht’s: Wer eine dieser Bänke – gut sichtbar wegen der roten Farbe – entdeckt, kann sich draufsetzen und oben per Schild sein Fahrtziel einstellen – Innenstadt, Krankenhaus, Niederprüm etwa. Und wenn ein netter Mensch mit Auto das sieht, kann er den Wartenden dorthin bugsieren.

Und so stellt man sein Fahrtziel ein.. Foto: Fritz-Peter Linden

„Ich hatte schon vor 2016 mit dem Gedanken gespielt – als mein Vater nicht mehr Auto fahren sollte“, sagt Annemie Nickels. Ihm hätte sie gern eine solche Bank vors Haus gestellt, damit er und andere Bürger sich dort hinsetzen und von Autofahrern mitnehmen hätten lassen können. Allerdings starb er im vorigen Jahr – nicht aber Tochter Annemies Idee.

Jetzt verwirklicht sie das in Prüm. Nicht nur einmal, sondern gleich neunfach: „Ich will versuchen, die alle bis zur Kirmes stehen zu haben.“ Die beginnt am kommenden Wochenende – und bis dahin sollen tatsächlich alle Bänke an den weiteren Standorten installiert sein, unter anderem am Hit- und am Rewe-Markt, am Krankenhaus, an der DRK-Sozialstation, am Prümer-Sommer-Platz, an der Raiffeisen-Tankstelle und am Feuerwehrhaus in Niederprüm. Und natürlich wäre es schön, wenn dann die Autofahrer darauf achten, ob jemand auf der Bank sitzt – und sie oder ihn dann mitnehmen.

Es ist eine Idee, die großen Anklang findet. Viele sind dabei, als die Multiple-Sklerose-Gesellschaft Prüm – Annemie Nickels ist deren Sprecherin – die Bank in Betrieb nimmt und sie Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy widmet. Als Dank für die stete Unterstützung. Die freut sich – und Annemie Nickels wünscht sich, dass die Sache auch funktioniert: „Wenn schon nur Bekannte Bekannte mitnehmen, dann wäre das ein großer Schritt.“

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