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Die ersten Schritte in einem fremden Land

Die ersten Schritte in einem fremden Land

Die Willkommenspaten des Caritasverbands Westeifel bringen Flüchtlinge und Eifeler zusammen. Bei einem Gesprächsabend am Dienstag, 13. Dezember, werden dann die "Neueifeler" über ihre Erfahrungen berichten.

Prüm. Mehr als 1000 Menschen engagieren sich im Bistum Trier als "Willkommenspaten" des Caritasverbands Westeifel, allein 80 werden vom Prümer Standort des Migrationsdiensts betreut. Die Ehrenamtler begleiten neu angekommene Flüchtlinge im Alltag, ergänzen die Beratungs- und Hilfsangebote durch persönliche Beziehungen und helfen den Neuankömmlingen beim Neustart zwischen Eifel und Mosel.
Doch wie sehen die ersten Schritte in einem fremden Land aus, klappt das Hilfssystem oder hakt es irgendwo? Das Team der Willkommenspaten will es nun genau wissen und lädt für Dienstag, 13. Dezember, ins Prümer Konvikt zu einem offenen Gesprächsabend ein. Willkommen sind dabei nicht nur Flüchtlinge und Caritasmitarbeiter, sondern auch alle anderen Interessierten. Ein Dolmetscher wird an dem Abend mit dabei sein und dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden.
Wichtige Integrationsarbeit


Etwa 400-mal wurden im ersten Halbjahr 2016 im Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie im Landkreis Vulkaneifel in einer der Migrationsfachstellen Flüchtlinge beraten. Immer noch warten mehrere Hundert Menschen in beiden Landkreisen auf eine Entscheidung in ihren Asylverfahren - einige schon seit über zwei Jahren. Sie fragen nach Beratung und oft auch nach konkreten Hilfen. Dazu kommen viele, die in den letzten Monaten ein Bleiberecht erhalten haben. Sie brauchen nun wiederum Unterstützung bei der Arbeitssuche, beim Umgang mit Behörden oder auch bei der Beschaffung von Dokumenten.
Auch hier greifen ihnen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Willkommenspaten unter die Arme - sie sind mittlerweile an zehn Standorten im ganzen Bistum aktiv und haben sich zu einer regelmäßigen Kooperation verpflichtet, dafür erhalten sie Fortbildung und konkrete Hilfe in schwierigen Situationen.
Ein ehrenamtlicher Einsatz, der eine wichtige Rolle in der Integrationsarbeit darstellt. Ein Ende der Fluchtbewegungen sei auch trotz der aktuell zurückgegangenen Zahlen nicht abzusehen, sagt der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Trier, Prälat Franz Josef Gebert.
"Und da nicht damit zu rechnen ist, dass viele Flüchtlinge auf absehbare Zeit in ihre Heimatländer zurückkehren können, kommt ihrer Integration weiterhin große Bedeutung zu", sagt Gebert. Die Paten seien so gut vernetzt, dass sie häufig dabei helfen könnten, wichtige Türen zu öffnen, sagt er. aff/red
Der Gesprächsabend für Flüchtlinge, Willkommenspaten und Interessierte beginnt am 13. Dezember, um 19 Uhr im Prümer Konvikt. Weitere Informationen im Internet unter: <%LINK auto="true" href="http://www.caritas-westeifel.de" text="www.caritas-westeifel.de" class="more"%> oder www.
fluechtlingshilfe-eifelkreis.de