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Die Flut und die Folgen: Bettingen bekommt Ersatz-Markt von Netto

Unwetter und Infrastruktur : Nach Hochwasser: Netto baut in der Eifel eine Ersatzfiliale in zwei Wochen

Das Hochwasser hat den Netto-Markt in Bettingen zerstört. Solange die Sanierung dauert, sollen die Bürger aber in einer Ersatzfiliale auf dem Schulhof einkaufen können.

Von außen sieht der Netto-Markt fast aus, als wäre nichts gewesen. Er wurde ja auch erst 2020 in Bettingen eröffnet. „Innen ist aber alles im Eimer“, wie Ortsbürgermeister Jürgen Holbach es ausdrückt. Eineinhalb Meter hoch stand das Wasser in der Filiale, überflutete den Verkaufsraum und die kleine Bäckerei im Discounter.

Es ist einer der vielen Schäden, die das Hochwasser vor zwei Wochen hinterlassen hat. Und einer, der nicht mal eben mit etwas Putzmittel und einer Schaufel behoben werden kann. Bei Netto rechnet man damit, dass die Sanierungsarbeiten bis Mitte November dauern werden.

Einkaufen können werden die Bettinger aber bereits früher. Und zwar schon in voraussichtlich zwei Wochen, wie Ortsbürgermeister Holbach sagt. Denn der Discounter wird für die Zeit der Bauarbeiten einen Ersatzmarkt für die Kunden hochziehen. In 14 Tagen.

600 Quadratmeter groß soll der Laden werden, mit festen Wänden drumherum und einer Zeltkonstruktion als Dach. „Von innen sieht der dann aus wie der alte“, sagt Holbach, der sehr froh über die Übergangslösung ist. Immerhin gibt es im Radius von 15 Kilometern keine andere Einkaufsmöglichkeit: „Man lässt uns also nicht hängen in der ohnehin schwierigen Lage.“

Rund 116 000 Euro investiert das Unternehmen in die Ersatzfiliale. Von den Kosten für die Sanierung des Geschäftes in der Prümtalstraße ganz zu schweigen. Die Gemeinde muss sich daran freilich nicht beteiligen. Auszahlen könnte sich der Invest für Netto dennoch. „Unser Supermarkt wird ja sehr gut angenommen in Bettingen und den Nachbarorten“, sagt der Dorfchef.

Entstehen soll der Ersatzbau übrigens, mit Zufahrt vom jetzigen Netto-Parkplatz, auf dem Schulhof der Grundschule. Der wird sich für die 60 Schüler entsprechend etwas verkleinern. „Die Leitung hat aber direkt grünes Licht dafür gegeben“, sagt Holbach: „Und unser Hof ist ja selbst mit dem Markt drauf noch groß genug.“

Dann können die Bauarbeiten ja beginnen. Schon Montag geht es nach Angaben des Ortsbürgermeisters los.