Die Freiheit der Skulptur

BUCHET. (js) Der kleine Grenzweiler Buchet bei Bleialf ist seit Samstag wieder das Eifel-Mekka der Bildenden Künstler. Insgesamt 14 stellen im naturnahen Skulpturenweg ihre Werke aus.

Es ist ein ganz besonders Ambiente, in dem sich die Bildhauer und Figurenkünstler mit ihren "Produkten" niedergelassen haben. Ein "grüner Weg führt etwas unterhalb des Dorfes an einem Steilhang vorbei, schlägt dann eine kleine Runde, ehe man im schönen Gemeindehaus einkehren kann. Kaum übertreffbar an Vielfalt, künstlerischen Ausdrucksformen und Materialwahl präsentieren deutsche und europäische Kunst- und Naturliebhaber ihre Werke, die sich wie natürliche Elemente der Schöpfung in das Landschaftsbild einfügen. Keine Spur von Aufdringlichkeit oder gar Störung des Naturfriedens. Still ist es hier und überaus angenehm die Atmosphäre. Vogelstimmen erklingen, Quellen plätschern, monumentale Solitäre grüßen aus dem Hain. Menschen formieren sich zu kleinen Gruppen, halten inne, staunen und betrachten die Objekte oder suchen den Kontakt zu einem Aussteller. "Das ist alles sehr beschaulich hier, einfach schön", sagt die Kölnerin Anke Mohr, die in der Eifel Urlaub macht. Zu den Ausstellern aus der Region gehört Hubert Kruft aus Niederprüm, der "Grätenfische" und "Feuerteufel" in Metall präsentiert. Freiheitsstatuen in Schwarz-Rot-Gold überragen die Anlage, während der "Kettenmensch" und "Die Verführerinnen" für geteilte Meinungen sorgen. "Kunst ist frei" - "La liberté de la sculpture"- so titelt denn auch diese Exposition. Künstler wie Tanya Graham (England), Jean Pirnay (Belgien) oder Jean-Luc Schicke (Frankreich) sind weit angereist und bereichern den Skulpturenpark mit ihren eigenwilligen Werken. Alle 14 Aussteller präsentieren unterschiedliche Formen in Holz, Stein, Glasfieber, Acryl oder Bronze, andere wagen Installationen. Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 14. September.

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