Die Freiluft-Festsaison im Altkreis beginnt

Die Freiluft-Festsaison im Altkreis beginnt

Mehrere Tausend Menschen werden am Wochenende die Lünebacher Prüm-Insel stürmen, das Inselfest steht auf dem Programm. Auch bei den anderen großen Festen in Fleringen und Nimshuscheid laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Lünebach. Ob Insel- oder Felsenfest, Hannerbesch- oder Beachparty: Die Vorbereitungen für die großen Feste im Prümer Land laufen schon lange. Am Samstagabend startet die Festival-Saison um 20 Uhr mit dem Inselfest in Lünebach. Veranstalter ist der Musikverein Lünebach. In diesem Jahr mit dabei: Die Bitburger Band "Corona", die mit ihrem Programm aus Rock-Klassikern und aktuellen Hits die Insel rocken will. Schon im Vorjahr hat die Gruppe ihre Inseltauglichkeit bewiesen. Davon überzeugen dürfen sich allerdings nur Jugendliche ab 16 Jahren. Schon seit Jahren achtet man in Lünebach sehr auf den Jugendschutz. Mehrere Tausend Besucher werden erwartet.

Am Sonntag geht es etwas ruhiger zu, dann kommen auch die Jüngeren auf ihre Kosten. Ab 15 Uhr spielen die Musikvereine aus Pronsfeld, Wallersheim und Ammeldingen bei geselliger Atmosphäre und vielen Angeboten für Kinder. Ab 18 Uhr wird zum Tanz aufgespielt. Weil das Ganze nicht im Festzelt stattfindet, hoffen die Veranstalter natürlich auf gutes Wetter, damit viele Leute kommen und sich die Arbeit im Vorfeld auch lohnt. Am Mittwoch begannen die Aufbauarbeiten.

Lange Tradition reicht fast 20 Jahre zurück

Der Musikverein Lünebach lädt zum Inselfest. Foto: MV Lünebach.



"Eigentlich kann ich bis Montag ein Zelt da unten aufbauen", sagt Organisatorin Daniela Reiffers. Zusammen mit vielen freiwilligen Helfern und der freiwilligen Feuerwehr gibt es reichlich zu tun. "Ohne die ginge es nicht", sagt Reiffers. Das Fest hat mittlerweile eine lange Tradition, die Anfänge reichen bis ins Jahr 1992 zurück. Im folgenden Jahr gab es die Premiere auf der Insel.

Nach dem Inselfest müssen Feierfreudige nicht lange warten. Schon drei Wochen später, am Samstag, 7. August, lädt Fleringen zum Felsenfest. Dort haben die Veranstalter vom Verein FleriLand wieder eine abwechslungsreiche Musikmischung zusammengestellt. Es spielen "Anyone Scared", im Vorjahr mit eigenen Songs die Überraschung des Abends. Zwischenzeitlich hat die Band auch den "RockOn"-Wettbewerb in Rheinbrohl gewonnen (der TV berichtete). Außerdem werden "Wallstreet" und das Disco-Team "Granadas" auf der Bühne stehen.

Schon eine Woche später, am Samstag, 14. August, lockt die Beachparty in Nimshuscheid. Dort übernimmt die Band "Crossing", seit Jahren ein gern gesehener Gast auf den Bühnen der Region, die Musik.

Ende September lockt dann die Hannerbeschparty in Heckhuscheid, den Abschluss der Saison bildet traditionell die Halloweenparty in Lützkampen.

Meinung

Helfer im Hintergrund

Dass es die großen Feste in der Region gibt, liegt vor allem am großen Einsatz der veranstaltenden Vereine. Denn es sind ja keine Profis, die mit ihren Veranstaltungen über das Land tingeln, sondern die Menschen vor Ort, die sich engagieren. Ob Musik- oder Jugendverein, nur dank des ehrenamtlichen Einsatzes zahlreicher Vereinsmitglieder können diese Feste auf die Beine gestellt werden. Und dank der Einnahmen können zahlreiche Projekte umgesetzt werden, die sonst kaum finanzierbar wären. Wer noch nicht selbst daran beteiligt war, kann kaum ermessen, wie viel Arbeit in der Vorbereitung steckt, wie viele Sachen im Vorfeld geklärt werden müssen. Und wie immer sind es am Ende jedes Mal dieselben, die immer noch zwei Stunden länger bleiben, noch einen freien Abend mehr opfern und sich für alles verantwortlich fühlen. Eben jene Menschen, die meist im Hintergrund stehen und deren Arbeit nicht sichtbar wird - außer wenn sie fehlen. c.brunker@volksfreund.de

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