Die ganze Region soll 200 Jahre Bitburger Brauerei feiern

Die ganze Region soll 200 Jahre Bitburger Brauerei feiern

Seit Monaten bereitet sich die Bitburger Brauerei auf ihr großes Jubiläumsfest am 17. September vor. Es soll ein einmaliges und trotzdem bodenständiges Ereignis werden.

Auf diese Frage will keiner eingehen. "Wir werden nicht über das Wetter reden", sagt Helmut Johanns lachend. Okay. Ist damit erledigt. Dann lassen wir das mit der Frage dazu, inwieweit die Organisatoren befürchten, dass das Wetter ihnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Wie das Wetter am 17. September sein wird, weiß heute ohnehin keiner. Warum also sich unnötig mit etwas befassen, auf das man sowieso keinen Einfluss hat. Es gibt ja genug andere Dinge zu tun. Und am Ende geht es eh nicht darum, dass den Besuchern das Wetter in guter Erinnerung bleibt, sondern das Fest. Einen 200. Geburtstag feiert man schließlich nur einmal.

Wobei: So ganz stimmt das im Fall der Bitburger Brauerei nicht. Das Unternehmen hat in diesem Jahr anlässlich seines Jubiläums gleich mehrere Veranstaltungen. Wie beispielsweise die Freibier-Aktion während des Folklore-Festivals vor einigen Wochen (der TV berichtete) oder aber das am 21. Oktober geplante Brauereichor-Treffen. Der Höhepunkt aber soll das Jubiläumsfest am 17. September werden. "Das wird ein Tag für die ganze Region", sagt Theo Scholtes. "Es soll ein bodenständiges Fest werden und keine Werbemaßnahme", betont der Personalchef. "Wir wollen uns an diesem Tag einfach so präsentieren, wie wir sind."

Aus diesem Grund wird die große Feier auch nicht von einer Agentur organisiert, sondern komplett in Eigenregie geleistet. Bereits Ende 2016 hat sich ein kleines Team gebildet, das dieses Fest vorbereitet. "Wir haben uns gesagt, dass wir das gerne selbst stemmen würden", erklärt Scholtes, der genau wie Helmut Johanns zu diesem Team gehört.

Veranstaltet wird das Fest auf dem Gelände der Braustätte Bitburg-Süd. "Das Gute ist: Wir haben hier ausreichend Platz", sagt Sascha Hontheim. Der wird auch benötigt. Immerhin rechnen die Organisatoren mit 10000 bis 15000 Besuchern. Hontheim arbeitet bereits seit gut 20 Jahren in der Brauerei und dachte bislang eigentlich, er würde soweit alles kennen. Doch im Zuge der Vorbereitung wurde er eines besseren belehrt. "In den letzten Wochen und Monaten war ich in Ecken, die ich vorher noch nie gesehen habe", sagt der Brauerei-Mitarbeiter.

Letzteres gilt auch für die Besucher, die an diesem Tag auf dem Betriebsgelände einiges erwartet. So gibt es beispielsweise mehrere Bühnen mit unterschiedlichen Programmpunkten, einen musikalischen Biergarten, Infostände und ein spezielles Angebot für Kinder. "Wir werden auf unseren Bühnen für jeden Geschmack etwas bieten", sagt Scholtes, "von Hip Hop bis Blasmusik". Zudem erwartet die Gäste noch eine weitere Besonderheit.

Wie Scholtes erklärt, wird an diesem Tag auch ein Einblick in den gesamten Produktionsablauf ermöglicht - von der Malzannahme über das Sudhaus und den Gär- und Lagerkeller bis hin zu den Abfüllanlagen und Verladestationen.
Rund 250 Helfer, die sich alle freiwillig gemeldet haben, werden am 17. September im Einsatz sein. "Die Motivation ist insgesamt sehr hoch", sagt Scholtes. Der Aufwand allerdings auch. "Die größteHerausforderungist sicherlich die logistische Abwicklung des Fests", erklärt Josef Pallien.

In der Tat: Gerade als Brauerei muss man ja gewährleisten, dass bei einem Fest auf dem eigenen Gelände immer ausreichend kühle Getränke zur Verfügung stehen. Anders als bei der Freibier-Aktion zum Grenzlandtreffen gibt es die Getränke dieses Mal zwar nicht umsonst, dafür aber zu Jubiläumspreisen, wie die Organisatoren erklären.
Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen für gemeinnützige Zwecke gespendet werden.

Für die Brauerei wird das Jubiläumsfest die bislang größte Veranstaltung. "Da ist viel Flexibilität und Improvisation gefragt, aber das schaffen wir schon", sagt Pallien. Und auch die anderen zeigen sich äußerst zuversichtlich.
Von Aufregung ist im Team derzeit jedenfalls recht wenig zu spüren. "Wir werden mit jedem Tag ruhiger", sagt Scholtes, um dann grinsend zu ergänzen: "Also zumindest diejenigen, die sich um die Konzeption kümmern. Diejenigen, die es ausführen, werden natürlich von Tag zu Tag nervöser."

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