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Die Gemeinde Scheitenkorb hat 42 Einwohner und bald schnelles Internet

Kommunales : „Wie die Großen nur im ganz Kleinen“

SCHEITENKORB (ma) „Wir haben Herausforderungen wie die Großen, nur im ganz Kleinen“, sagt Ortsbürgermeister Arno Kotz, seit  20 Jahren Ortschef von Scheitenkorb mit seinen 42 Einwohnern.

Gelegen in der Verbandsgemeinde Südeifel und nahe der luxemburgischen Grenze, wundert es nicht, dass die meisten  Scheitenkorber   im Nachbarland arbeiten. Auch was Freizeit und Vereinsleben angeht, blickt man über die Grenzen – also in dem Fall mehr über die Gemeindegrenze. „Es geht nur dorfübergreifend oder gar nicht“, sagt Kotz, der selbst Wehrführer  der „Wehr-Gemeinschaft“ Karlshausen/Sevenig/Scheitenkorb/Zweifelscheid ist. Zur nächsten Gaststätte muss der Scheitenkorber etwa acht Kilometer zurücklegen. Ansonsten trifft man sich privat. So auch beim Burgbrennen. Nachdem die Burg abgebrannt ist, werden in Privathäusern Eier gebraten und verspeist. Und zum Stiftungsfest der Kapelle im  August gibt es auch einen Umtrunk im Ort. Was die Infrastruktur angeht, da berichtet Kotz  von einem Wermutstropfen: Gern hätte sich seine Gemeinde an das Flurbereinigungsverfahren Herbstmühle drangehängt: Dann hätte der Wirtschaftsweg auch auf der Scheitenkorber Gemarkung von drei auf vier Meter verbreitert werden können. Doch das hat nicht geklappt. Was aber vorangeht, ist der Ausbau des schnellen Internets. Auch wenn  kleine Gemeinden keine Zukunft hätten, so Kotz, moderne Technik gibt es auch in Scheitenkorb:„Die Kabel für  schnelles Internet liegen schon, im Mai wird freigeschaltet.“