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Die größten Schätze der Eifel

Die größten Schätze der Eifel

Noch etwa ein halbes Jahr wird es dauern, bis in Gerolstein eine außergewöhnliche Ausstellung beginnt: 60 Museen zwischen Aachen und Trier werden ihre größten "Schätze" präsentieren.

Bitburg. Was hat Yvonne Catterfeld mit einer Lavaspalte zu schaffen oder Guildo Horn mit römischen Musen? Noch nichts. Doch wenn es nach den Wünschen des Vulkanhauses Strohn und des Landesmuseums in Trier geht, wird sich das bald ändern.

Denn die beiden wurden, wie viele andere Prominente auch, gefragt, ob sie Paten für Exponate einer außergewöhnlichen Ausstellung werden möchten, die vom 23. Mai bis zum 1. Juni 2009 in Gerolstein zu sehen ist.

Die Ausstellung "Eifel-Schätze" zeigt Stücke aus 55 unterschiedlichen Museen in der Eifel. Museen, irgendwo zwischen Aachen und Trier, Koblenz und dem Hohen Venn. Manche sind groß, andere winzig. Die einen haben sich der Archäologie gewidmet, andere der Kunst, dem Handwerk, der Geologie, der Natur, dem Bergbau oder Mausefallen.

Von der Lavaspalte bis zum Ölbild



Jedes Museum hat für die Ausstellung ein Stück von besonderer Bedeutung ausgewählt - seinen größten Schatz. Die Exponate sind so verschieden wie die Häuser, aus denen sie stammen: Lavaspalte, Vulkanmodell, Schandmaske, Silberschatz, Ölbild oder Takenplatte… Viele haben ihre prominenten Paten bereits gefunden, darunter Herbert Fandel, Jacques Berndorf, Margarethe Schreinemakers, Andrea Nahles oder Wolfgang Niedecken. Ihre Aufgabe wird es sein, die Stücke vorzustellen. Andere Exponate suchen noch, so auch der Eifelosaurus. Helmut Kohl musste aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Ungewöhnliches Konzept, ungewöhnlicher Ort



Nicht nur das Konzept, auch der Ort der Ausstellung ist ungewöhnlich: Die Organisatoren haben das Bahnbetriebswerk in Gerolstein-Pelm ausgewählt. Wo sonst alte Eisenbahnen stehen, soll es mit "Eifel-Schätze" einen Paukenschlag geben, der als Auftakt für ein auf drei Jahre angelegtes Projekt dient.

"Wir wollen aus der Museenlandschaft der Eifel eine Marke schaffen", sagt die Projektleiterin Sabine Philipp. Ziel sei es, die Museen untereinander zu vernetzen, aber auch den Kontakt zwischen Schulen, Tourismus und Wirtschaft zu fördern.

Neben der Ausstellung wird es vom 25. bis 29. Mai zahlreiche interessante Führungen und Exkursionen für Schulklassen geben: zu Lavaströmen und Vulkanen, Rittern, Römern, Steinzeitmenschen…

Weitere Informationen gibt es unter Telefon: 06591/9499111.