Die I-Dötzchen kommen

BITBURG-PRÜM/DAUN. Für die sechs- und siebenjährigen jungen Eifeler hat am Montag und Dienstag der "Ernst des Lebens" begonnen. Insgesamt 1900 "I-Dötzchen" haben an beiden Tagen zum ersten Mal in ihrem Leben die Schulbank gedrückt.

Endlich sind die Ferien vorbei. Das sagen jedenfalls die Schulanfänger in der Eifel. Insgesamt 1100 Mädchen und Jungen im Kreis Bitburg-Prüm sowie 800 Kinder im Kreis Daun haben am Montag und teilweise am Dienstag zum ersten Mal in ihrem Leben die Schulbank gedrückt. Dies entspricht den Vorjahreszahlen. In 19 Schulen in der Vulkaneifel und in 39 Grundschulen sowie Grund- und Hauptschulen im Kreis Bitburg-Prüm kamen die Erstklässler in den beiden vergangenen Tagen erstmalig zusammen. Teilweise kannten sich die ABC-Schützen aus der Kindergartenzeit, teilweise lernten die Kinder ganz neue Kameraden kennen. Auch für viele Eltern war der Einschulungstermin ein ganz besonderer Tag, war es doch für den ein oder anderen die Rückkehr an die Stätte des eigenen ABC-Lernens. All diese Erinnerungen interessierten die Neu-Schüler jedoch herzlich wenig. Sie gehören jetzt zu den Großen - den Schülern - auch wenn am ersten Tag noch die ein oder andere Träne vergossen wurde. Der erste Schultag und die kommenden Wochen sind auch für Verkehrsteilnehmer etwas Besonderes: Im Straßenverkehr muss derzeit auf Kinder besonders geachtet werden.Sicher auf dem Schulweg unterwegs

Die Straßenverkehrswacht hat wieder Tipps und Anregungen zusammen gestellt, um einen sicheren Schulanfang zu gewährleisten. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, weil sie anders als Erwachsene sehen, hören, denken und reagieren. Eltern und Autofahrer müssen sich dessen bewusst sein. Frühestens ab einem Alter von acht Jahren sind Kinder den Anforderungen des Straßenverkehrs zu Fuß vollends gewachsen. Bei Kindern unter acht Jahren sind das Sehvermögen, die Fähigkeit zu erkennen, aus welcher Richtung Geräusche kommen, und die Motorik noch nicht voll ausgebildet. Außerdem überfordern die vielen akustischen und optischen Reize im Straßenverkehr die Kinder. Sie reagieren oft überstürzt und rennen einfach los. Erwachsene müssen sich darauf einstellen, dass Kinder anders in Bewegung sind. Sie rennen und hüpfen auf Gehwegen, und kleinere Kinder sind nicht in der Lage, eine einmal begonnene Handlung abrupt zu unterbrechen. Kinder sollten grundsätzlich einen Fahrradhelm tragen, der Stirn, Schläfen und Hinterkopf schützt. Helle Kleidung und zusätzlich an der Kleidung angebrachte Lichtreflektoren erhöhen die Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr.Eltern sollten mit ihren Kindern eine für den Schulbesuch notwendige Busstrecke gemeinsam zur Probe fahren, da es beim Ein- und Aussteigen einiges zu beachten gilt. Auch im Auto sollten die Schulkinder richtig abgesichert sein. Das Weglassen des Sicherheitsgurts bei einer Kurzstreckenfahrt zur Schule kann tödliche Folgen haben. Für den Fußweg zur Haltestelle sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, so dass das Kind rechtzeitig da ist und nicht aus Zeitmangel beispielsweise unaufmerksam über die Straße läuft.Die Wartezeiten an der Haltestelle vertreiben sich Kinder gerne mit Spielen. Dabei sollten sie aber den Straßenverkehr im Auge behalten.Erst an den Bus herantreten, wenn er steht und die Türen geöffnet sind.Beim Wechseln der Straßenseite beachten: Erst warten, bis der Bus abgefahren und die Sicht auf die Straße frei ist. Die Straße dann möglichst an einer Ampel oder auf einem Fußgängerüberweg überqueren.ph/rg

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