Die Identität bewahren

Bistum

Zur Neustrukturierung im Bistum Trier (der TV berichtete mehrfach) erhielten wir diese Zuschrift:
Ziel der Reform im Bistum Trier ist die Auflösung aller Pfarreien und die Neubildung von Pfarreien der Zukunft. Ich verstehe, dass Pfarreiengemeinschaften größer werden müssen. Ich verstehe aber nicht, warum bis zu Jahrtausende alte Pfarreien aufgelöst und deren Vermögen in einen Topf geworfen werden soll. Als Folge verlieren die Gläubigen ihre Identität, und das darf nicht sein. Geplant ist, aus mehr als 800 Pfarreien 35 neue mit je einem Pfarrbüro zu machen. Impertinent ist die Anlehnung an kommunale Verbandsgemeindegrenzen, wo es gewachsene Dekanatsgrenzen gibt. Die Pfarreiengemeinschaft Schönecken-Waxweiler und das Dekanat St. Willibrord Westeifel werden mutwillig zerschlagen. Den Ursprungsgedanken, dass Willibrord die Altdekanate Prüm, Waxweiler und Neuerburg miteinander verbindet, will das Bistum nicht erhalten. Peinlich spät, denn bereits vor mehr als 30 Jahren begann in Waxweiler und Lambertsberg eine verstärkte Zusammenarbeit als Großpfarrgemeinde. Später kam Ringhuscheid dazu und ein Zusammenschluss mit Schönecken, Lasel und Niederlauch. Das Ergebnis ist eine durch Haupt- und Ehrenamtliche gut strukturierte Pastoral und Verwaltung. Wenn schon Pfarreien der Zukunft, dann muss das Dekanat St. Willibrord Westeifel eine Einheit mit je einem Pfarrbüro in den Altdekanatsorten Prüm, Waxweiler und Neuerburg werden, mit Willibrord als Patron. In der großen Fläche gehören Hauptamtliche vor Ort, die Ehrenamtliche unterstützen. Leider rechtfertigt die Bistumsleitung nur ihre eigenen Ideen. Die in einer Veranstaltung in Prüm vorgestellten alternativen Projekte sind gut, aber die Mitte des Glaubens ist und bleibt die Eucharistie. Die Gläubigen werden sich einer Entwicklung nicht sperren, aber der Rahmen muss passen. Daher appelliere ich eindringlich an Bischof Ackermann, eine sinnige Struktur festzulegen.
Michael Fischer, Vorsitzender des Pfarreienrats, Waxweiler