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Die Kinder- und Jugendarbeit geht trotz Corona im Eifelkreis weiter.

Not macht Bambini im Eifelkreis erfinderisch : Feuerwehrkids sind kreativ

Die Kinder- und Jugendarbeit geht trotz Corona im Eifelkreis weiter. So haben die Gruppen, obwohl sie sich nicht treffen dürfen, bei vielen Aktionen Spaß gehabt und einiges gelernt.

(red/utz) „Uns alle hat die Coronakrise vor große Herausforderungen gestellt“, sagt Julia Röser vom Kreisfeuerwehrverband (KFV) Eifelkreis Bitburg-Prüm. Sie meint damit die gesamte Feuerwehr, aber im Besonderen die Bambini- und Jugendfeuerwehren, für die sie als Fachreferatsleiterin im KFV zuständig ist.

Da Gruppenstunden seit dem 16. März nicht mehr stattfinden durften, haben sich die Verantwortlichen allerhand einfallen lassen, damit der Nachwuchs am Ball bleiben kann. Das Angebot ging von einem Malwettbewerb bis hin zu Videogruppenstunden. Hier einige Beispiele:

Zunächst wurden für alle Kinder im Kreis, auch Nicht-Bambini, Brandschutzerziehungssets, bestehend aus Mal- und Bastelheften und Geschichtenheften, zur Verfügung gestellt. Das Team der Bambinifeuerwehr der Bertrada Grundschule in Prüm hatte 18 Arbeitsblätter erstellt und per E-Mail an die Bambini versandt. Da für den 16. Mai die Premiere der Bambiniflamme im Eifelkreis und Vulkaneifelkreis geplant war (die wegen der Corona-Auflagen später noch abgesagt werden musste), zielten die Aufgaben hauptsächlich auf das Üben hierfür. Daher wurden die Arbeitsblätter an die Bambini aus Sülm, Schankweiler, Orenhofen und Spangdahlem weitergegeben.

Das Referat Brandschutzerziehung und Bambinifeuerwehren im KFV hatte einen Malwettbewerb organisiert. Dabei waren alle Kinder zwischen 3 und 12 Jahren im Kreis aufgerufen, Bilder zum Thema „Kinder und Feuerwehr“ einzusenden. 120 Bilder gingen ein. Die zwei schönsten aus jeder Altersstufe werden prämiert, in einem Kalender abgedruckt und durch Kunstwerke aus den Bambiniwehren ergänzt. Im Laufe des Jahres wird dieser Kalender über den KFV Eifelkreis zu erwerben sein. Der Erlös geht an die Bambini- und Jugendfeuerwehren.

Auch die „Löschkids“ aus Sülm waren aktiv. Leiter Dennis Hohlfelder-Pohl, Betreuer Timo Etteldorf und Stefan Nusko begannen mit dem Dreh von „Home-Firefighting“ Videogruppenstunden. Diese befassen sich mit Themen wie dem Notruf, Pflasterkleben und dem Streichholzführerschein. Letzteren konnten die Kids sogar zu Hause ablegen. Das Betreuerteam hatte eine mobile „Prüfungsbox“ im Anhänger des KFV eingerichtet und konnte so zu den Kindern nach Hause kommen. Alle Videos bekommen die Kinder nach Hause geschickt; parallel werden sie auf Facebook hochgeladen. Ein Erfolg: Es gab Klickzahlen bis teilweise 3400 pro Video.

Auch das Team der „Bertradas Löschdrachen“ der Grundschule Prüm organisierte Videogruppenstunden mit Themen wie „Was brennt, was brennt nicht!“ oder „Verschiedene Arten von Feuerwehren“. Ebenso wurden Bastelaktionen und Versuche für zuhause angeboten. Die Kids aus Prüm durften nach einem Video zum Thema „Wasserförderung und wasserführende Armaturen“ in der Folgewoche mit ihren Familien eine Stadtrallye erleben. Dabei musste ein Löschangriff durch Prüm aufgebaut werden. Die Kids mussten Fotos suchen, Fragen beantworten und ein Lösungswort finden. Dies führte sie in die Eisdiele, wo sie sich mit dem Passwort „Strahlrohr“ zwei Kugeln Eis aussuchen durften.

Die Jugendfeuerwehr Pronsfeld (VG Prüm) verteilte Rätselhefte an die Kinder, und die „Aktion Saubere Landschaft“ wurde von Jugendwart Kevin Klein so umorganisiert, dass die Jugendlichen im Familienverband Müll und Unrat sammelten und Beete in Ordnung brachten.

Fachreferatsleiterin Julia Röser, die auch Leiterin der „Bertradas Löschdrachen“ der Grundschule Prüm ist, ist zufrieden mit den Aktionen während der durch Corona eingeschränkten Arbeit. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Bis Ende der Sommerferien werden keine Gruppenstunden stattfinden können. Was danach ist, weiß niemand. Julia Röser jedenfalls hofft, dass zumindest die Premiere der Bambiniflamme mit Mitmachtag am Katastrophenschutzzentrum in Bitburg vielleicht im Herbst nachgeholt werden kann. „Als er ausgefallen ist, sind schon ein paar Tränen geflossen.“

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 www.volksfreund.de