Kommunalpolitik: Die Kita Kaserne ist Geschichte

Kommunalpolitik : Die Kita Kaserne ist Geschichte

Der Bitburger Stadtrat hat das Projekt, in der Alten Kaserne eine Kindertagesstätte zu errichten, gekippt. Der Beschluss fiel mit4 gegen 13 Stimmen denkbar knapp. Nun wird komplett von vorne geplant – an welchem Standort ist noch unklar.

Mehr als vier Jahre haben Stadtrat und Stadtverwaltung diskutiert und das Thema Schritt für Schritt vorangebracht. Nun steht Bitburg mit seiner Kita wieder ganz am Anfang. Denn das Vorhaben, in einem Block in der Alten Kaserne, eine Kita zu errichten, ist gestorben.

Mit der Mehrheit der Stimmen von CDU, Grünen und zwei Vertretern der Liste Streit wurde gegen das Votum von FBL, SPD, FDP und zwei Vertretern der Liste Streit sowie dem Bürgermeister in der Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen.

Mehr als 500 000 Euro wurden bisher allein für Architekten und Planer ausgegeben. Wo die neue, dringend benötigte Kita nun entstehen soll, ist noch offen. Damit muss sich der neu gewählte Stadtrat befassen.

Die Argumente der Kasernen-Gegner in Kürze: Das Projekt sei mit kalkulierten Kosten von 8,5 Millionen Euro finanziell aus dem Ruder gelaufen, das Gebäude sei „nicht kindgerecht“ und in Zusammenarbeit mit privaten Investoren ließe sich eine „wertigere“ Kita ebenso schnell an anderer Stelle und dafür auch noch günstiger entwickeln.

Die Argumente der Befürworter, die am Ende mit nur einer Stimme unterlagen, in Kürze: Die Stadt schießt Planungsleistungen und an Termine gebundene Zuschüsse in den Wind und verliert kostbare Zeit, da nun erneut europaweit ausgeschrieben werden muss – mal abgesehen davon, dass ein Grundstück erst mal gefunden und ein Beschluss für einen Neubau gefasst werden muss.

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