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Die Kyll von oben: Fotograf Peter Bambach zeigt den Fluss in seinem Fotoprojekt​

Landschaft : Die Kyll von oben: Prümer Fotograf Peter Bambach zeigt den Fluss in seinem Fotoprojekt

Der Fotograf Peter Bambach hat sein Projekt, die Kyll von der Quelle bis zur Mündung aus der Luft abzulichten, zu Ende gebracht. Wegen der Flutkatastrophe im Juli 2021 hatte er damit ausgesetzt. Seine beeindruckenden Panoramen sind nun im Internet zu sehen.

Wie ein Vogel über die Eifel fliegen. Mal nach unten zu tauchen und sich ein Objekt näher anzusehen und dann aufzusteigen und in die Ferne schauen zu können – wer möchte das nicht mal erleben? Auch wenn das Fluggefühl ausbleibt, die Perspektive eines Vogels kann man einnehmen, wenn man die Internetseite www.panospruem.de besucht.

Dort hat der Prümer Fotograf Peter Bambach sphärische Panorama-Aufnahmen hinterlegt. So kann man bei seinem neuesten Projekt die Orte entlang der Kyll von der Quelle bis zur Mündung „überfliegen“. Einen Teil der Panoramen hatte er bereits fotografiert, bevor in der Nacht auf den 15. Juli die Hochwasser-Katastrophe die Eifel heimsuchte und auch im Bereich der Kyll vieles zerstört hat.

Für Bambach war das ein Grund, sein Vorhaben zunächst einzustellen. „Ich wollte keine Katastrophenbilder machen“, sagte er damals gegenüber dem TV. Der letzte Ort, den er noch fotografiert hatte, war das Dörfchen, das den Namen des Flusses trägt: Kyll, in der Nähe von Ittel.

 Fotograf Peter Bambach hat dieses Foto von Stadtkyll aus der Luft gemacht.
Fotograf Peter Bambach hat dieses Foto von Stadtkyll aus der Luft gemacht. Foto: Peter Bambach

Nun, fast ein Jahr später, hat er sich erneut auf den Weg gemacht, um sein Werk zu vollenden. „Anfang Mai habe ich mir meine Kamera geschnappt. Der Mai ist ja auch von der Natur her die schönste Jahreszeit“, sagt der 72-Jährige.

Begonnen hat er mit seinen Aufnahmen in Daufenbach. Es folgen Fotos der Deimlinger Mühle, von Kordel, der Burg Ramstein bis hinab nach Ehrang. Alle Fotos sind kostenlos zu sehen auf seiner privat geführten Internetseite.

 Dieses Bild von Erdorf ist ebenfalls mithilfe einer Drohne entstanden.
Dieses Bild von Erdorf ist ebenfalls mithilfe einer Drohne entstanden. Foto: Peter Bambach

In Ehrang, wo die Kyll in die Mosel fließt, hatte er etwas Probleme, die Mündung zu fotografieren. „Die Mündung liegt innerhalb eines Naturschutzgebiets. Das darf ich mit der Drohne nicht überfliegen“, sagt er. Auch zu der nahen Autobahn, zur Autobahnbrücke und zur Mosel selbst muss er Abstand wahren, „deshalb konnte ich nicht direkt über die Kyll fliegen“. Es sind ihm aber trotzdem spektakuläre Aufnahmen gelungen.

Was ihn erstaunt hat, ist, dass von der Katastrophe schon nicht mehr allzu viel zu sehen ist. „Das sieht schon aus wie heile Welt“, sagt er. Nur wenn man näher hinschaue, sehe man Beschädigungen an einzelnen Häusern. So sei zum Beispiel die Deimlinger Mühle noch arg in Mitleidenschaft gezogen. Und in Kordel seien noch schwere Straßenarbeiten im Gange. „Da sieht man noch gut die Zerstörungen und Aufräumarbeiten.“ Dagegen sei das Dörfchen Kyll schon wieder ganz toll hergestellt worden. Nur die Fußgängerbrücke liege da wie am ersten Tag der Katastrophe.

Das eine Projekt kaum abgeschlossen, steht schon das nächste fest. Noch in diesem Jahr möchte Peter Bambach Orte entlang der Nims, die in die Prüm mündet, aus der Luft fotografieren. „Da gibt es ja auch viele interessante Orte“, sagt er.

Seine Panoramen findet man auf der Internetseite: www.panospruem.de