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Die lieben Haustiere: Einnahmequelle Hundesteuer

Die lieben Haustiere: Einnahmequelle Hundesteuer

629 Hunde zählt die Stadt Bitburg insgesamt. Von jedem Hundeliebhaber bezieht sie entsprechend Hundesteuer: 41.000 Euro jährlich. Trotz der vielen Tiere scheint es in der Stadt keine Probleme mit Hundekot zu geben.

Bitburg. Ein treuer Freund auf vier Pfoten, der sich gerne von seinen Besitzern verwöhnen lässt und dafür das Haus hütet: Der Hund gehört zu den beliebtesten Haustieren. Auch bei den Bitburgern stehen die Vierbeiner hoch im Kurs: 629 Hunde sind insgesamt registriert.

Viele Hunde machen automatisch auch viel Dreck. Leider auch beim Gassigehen in der Stadt. Die Problematik mit dem Hundekot war bereits Thema bei den Bitburger Bürgen, doch laut Werner Krämer vom Rathaus in Bitburg ist es um dieses Problem recht ruhig geworden: "Zwar kommt es manchmal noch zu einer Beschwerde, aber das ist alles nichts Dramatisches." An drei Orten in Bitburg sind Tütchenspender aufgestellt, die Hundebesitzer nutzen sollen, um die Haufen ihrer Tiere selbst wegzumachen: Im Waisenhauspark, der Konrad-Adenauer-Anlage und im Maximiner Wäldchen.

Damit sind die Aufgaben der Herrchen jedoch noch nicht getan: Die Haltung eines Hundes ist mit entsprechenden Kosten verbunden. So muss das Tier nicht nur rundum versorgt werden, sondern der Besitzer muss auch Hundesteuer bezahlen. 60 Euro beträgt die Steuerlast jährlich für den ersten Hund, 120 für den zweiten und 180 für jeden weiteren. Die Stadt nimmt dementsprechend 41.000 Euro durch die beliebten Tiere ein. In 49 Bitburger Haushalten wird mehr als ein Hund gehalten. Gefährliche Hunde, also Kampfhunde oder auffällig aggressive Hunde, sind in Bitburg zurzeit nicht gemeldet.

Die Stadt geht aber auch davon aus, dass es in Bitburg Hunde gibt, die nicht gemeldet sind und sich die Besitzer vor der Steuer drücken. In den vergangenen zehn Jahren konnte die Stadt durch Presseaufrufe und Stichproben eine Steigerung der gemeldeten Hunde um 37 Prozent erreichen "Deshalb werden wir auch auf diesem Weg fortfahren", sagt Krämer. lale