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Die Männer von der Seilbahn

Die Männer von der Seilbahn

Altscheid. (red) Es ist ein freundlicher, kleiner Eifelort. 95 Einwohner leben in Altscheid, darunter 16 Kinder unter 15 Jahren. Jeder kennt jeden. Logisch auch, dass man sich hilft. So auch an jenem Samstagmorgen. Auf dem Spielplatz herrscht geschäftiges Treiben. Eine neue Seilbahn wurde am Abend zuvor aufgebaut, jetzt werden die Fundamente mit Beton ausgegossen.

Ortsbürgermeister Adolf Lehnertz koordiniert die Arbeiten. Neben ihm steht Marco Schaal. "Ihm haben wir es zu verdanken, dass unsere Kinder schon bald mit dieser tollen Seilbahn spielen können", sagt Lehnertz. Schaal wiegelt ab: "Das Geld kam von meinem Arbeitgeber, der RWE." Über die Aktion "Aktiv vor Ort" fördert die RWE Projekte von Mitarbeitern in den Kommunen. Im Gegenzug verpflichten sich die RWE-Mitarbeiter, in ihrer Freizeit tatkräftig mitzuhelfen. Die Seilbahn ist nicht das einzige Spielgerät auf dem Platz. Ein stabiles Klettergerüst mit Rutsche wurde schon vor einigen Wochen aufgebaut. "Das Problem sind die Kosten", sinniert der Bürgermeister: "Für uns hat die Sicherheit der Kinder die oberste Priorität. Und deshalb verbauen wir hier auch nur entsprechend stabile Hölzer, die wiederum sehr teuer sind." Interessiert verfolgen einige Kinder die Arbeiten ihrer Väter. Am meisten interessiert sie die Frage, wann die Seilbahn denn einsatzbereit sei. "In etwa einer Woche werden wir das Seil spannen", schätzt Adolf Lehnertz: "dann kann der Spaß losgehen."